Lenninger Tal

Sanierung der B 465 in Aussicht

Anwohner in Owen und Lenningen können auf ruhigere Zeiten hoffen

Der Wirbel in Sachen Lärm im Lenninger Tal findet offenbar Gehör. Zwischen 2016 und 2020 soll der Belag der B 465 von Owen bis Lenningen auf Vordermann gebracht werden.

Lkw werden zwar auch künftig an den Häusern im Lenninger Tal vorbeidonnern. Doch die Sanierung wird sicher eine Erleichterung br
Lkw werden zwar auch künftig an den Häusern im Lenninger Tal vorbeidonnern. Doch die Sanierung wird sicher eine Erleichterung bringen.Foto: Jean-Luc Jacques

Lenningen/Owen. Die lärmgeplagten Anwohner der B 465 im Lenninger Tal können Hoffnung schöpfen: Das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart hat Owens Stadtchefin Verena Grötzinger und Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht zugesagt, die Bundesstraße von Owen bis Lenningen von 2016 bis 2020 abschnittsweise zu sanieren. Nun muss das RP an die Finanzplanung gehen und mit den Kommunen überlegen, wie das Vorhaben umgesetzt wird. Noch hängt das Projekt daran, dass der Bund die Mittel bewilligt. Owens Rathauschefin Verena Grötzinger geht aber wie ihr Lenninger Amtskollege davon aus, dass die Maßnahme finanziert wird.

Auch für die Kommunen bringt die in Aussicht gestellte Sanierung eine Menge planerischer Aufgaben mit sich. „Das RP möchte beispielsweise von uns wissen, wo Kanäle und Wasserleitungen erneuert werden müssen“, so Schlecht. Notwendige Arbeiten im Untergrund und die Sanierung des Belags sollen verzahnt werden, um zu verhindern, dass die Straße nach kurzer Zeit wieder aufgerissen wird.

Voraussichtlich wird das Asphaltband in einer lärmarmen Variante ausgeführt, die eine Verbesserung um zwei Dezibel bringt. Möglicherweise werde der Straßenbelag sogar bis nach Gutenberg erneuert, so Schlecht. Zwar sei die Straße von der Grabenstetter Steige bis zur Ortsmitte erst vor wenigen Jahren saniert worden. Damals habe man aber einen herkömmlichen Belag aufgebracht. Doch auch in dem Ort im Talschluss überschreitet der Lärmpegel den zulässigen Grenzwert. Zudem müssten in der Ulmer Straße in Gutenberg ohnehin Kanal und Wasserleitung saniert werden.

Zupass kommt den Lenningern, dass die Stützmauer an der Papierfabrik Scheufelen vom Straßenbaulastträger dringend instand gesetzt werden muss. Da in diesem Bereich keine Hausanschlüsse sind, setzt Schlecht darauf, dass der besonders marode Straßenabschnitt mit stark abgesenkten Schächten auf der Prioritätenliste oben angesiedelt ist.

Über das deutliche Signal des RP freut sich auch Verena Grötzinger. „Wir begrüßen, dass die Straße nun doch früher, als bisher schriftlich zugesagt, gemacht werden soll.“ Die Stadt ist bereits im Gespräch mit dem zuständigen Ingenieurbüro, um die Planungen für den Untergrund im noch ausstehenden Abschnitt der B 465 in Owen voranzutreiben. Dort müssen Teile der Wasserleitung ersetzt werden. Wichtig ist der Bürgermeisterin der Hinweis, dass bereits vor der Erstellung des Lärmaktionsplans Bereiche im nördlichen Abschnitt saniert wurden.

Am 9. November steht der nächste gemeinsame Gesprächstermin der beiden Verwaltungschefs mit Vertretern des RP an. Wie Schlecht sagt, wird es nun auch darum gehen, über Geschwindigkeitsbegrenzungen zwischen den Ortschaften beziehungsweise über Geschwindigkeitstrichter zu sprechen.

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