Lenninger Tal

Schreiner werben für die Wirtschaftsmacht von nebenan

Imagekampagne Das Handwerk will mit einer Plakataktion auf sich aufmerksam machen.

Das Ehepaar Fiegenbaum vor seinem Plakat. Foto: Jean-Luc Jacques
Das Ehepaar Fiegenbaum vor seinem Plakat. Foto: Jean-Luc Jacques

Lenningen. Wenn das mal kein Empfang ist: Wer auf der B 465 von Gutenberg oder Grabenstet­ten nach Oberlenningen fährt, sieht ein großes Plakat, auf dem die komplette Mannschaft der Schreinerei Fiegenbaum den Autofahrern entgegenstrahlt. „Sie haben gewonnen“, informierte eine Mitarbeiterin der Kreishandwerkerschaft Esslingen-Nürtingen Birgit Fiegenbaum. Ihr Foto ging als Sieger bei der Mitmachaktion hervor. Dafür gibt es jetzt die Plakatwände mit Firmenmotiv.

„Nebenan ist hier. Die Wirtschaftsmacht von nebenan bekommt unser Gesicht“, lautet der Slogan der deutschlandweiten Kampagne. „Damit wollen wir auf das Handwerk aufmerksam machen“, erklärt Kreishandwerksmeister Karl Bossler.

Die kleinen, meist familiengeführten Betriebe konkurrieren mit den mächtigen Industrieunternehmen um Mitarbeiter und Auszubildende. Dabei brauchen sie sich nicht vor den Großen zu verstecken. Von Automechaniker bis Zimmerer gibt es zig interessante Berufssparten. Im Moment sind die Auftragsbücher bei vielen Betrieben übervoll - der alte Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ bewahrheitet sich auch während der Pandemie.

Nicht selten haben die Schreiner oder Installateure einen kurzen Anfahrtsweg zur Arbeitsstelle, da sie im gleichen Ort wohnen. „Vier der Männer auf dem Plakat können mit dem Fahrrädle kommen. Das spart Zeit“, sagt Friedrich Fiegenbaum. Aufstiegsmöglichkeiten sind den Handwerkern wie in der Industrie nicht verwehrt. Nach der Lehre ist mit der Fachhochschulreife auch ein Holztechnik-Studium möglich, beispielsweise in Rosenheim. Iris Häfner

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