Lenninger Tal

Sträßchen verbinden die Wohnhöfe​

Planung Der Lenninger Gemeinderat hat einen städtebaulichen Entwurf für das Bruckener Baugebiet „Lüxen“ abgesegnet. Den Zuschlag bekommt eine verkehrsfreundlichere Variante. Von Anke Kirsammer

Der städtebauliche Entwurf sieht im „Lüxen“ eine lockere Bebauung mit unterschiedlichen Firstrichtungen in drei Reihen vor. Die
Der städtebauliche Entwurf sieht im „Lüxen“ eine lockere Bebauung mit unterschiedlichen Firstrichtungen in drei Reihen vor. Die drei Wohnhöfe bilden den Markenkern des Gebiets. Erstmals ist der Gemeinderat nach einer zweimonatigen Corona-Pause wieder zusammengekommen (kl. Foto). Um genügend Abstand zwischen den Räten herstellen zu können, fand die Sitzung in der Unterlenninger Sulzburghalle statt. Foto: mharchitekten

Drei sogenannte „Obstgärten“ sind Kern des Wohngebiets „Lüxen“, das in Brucken südlich des Rinnenwegs entsteht. Im Herbst hatte der Gemeinderat das städtebauliche Konzept des Büros mharchitekten zum Sieger eines Wettbewerbs gekürt. Noch nicht ganz zufrieden waren die Räte jedoch mit der kleinteiligen Erschließung des Gebiets. Deshalb haben die Stuttgarter Planer weiter an dem Entwurf gefeilt und nun zwei Alternativen vorgelegt.

Auf Vorschlag der Verwaltung entschied sich das Ratsgremium für eine Variante, die dem Verkehr etwas mehr Raum zubilligt. So sind die drei „Obstgärten“ oder Wohnhöfe durch Sträßchen verbunden. Das ermöglicht beispielsweise Müllfahrzeugen oder Umzugslastern, bequemer an die Häuser heranzufahren. Vorgesehen ist eine aufgelockerte dreizeilige Bebauung überwiegend mit Einfamilien- aber auch mit Doppelhäusern. „Eine Herausforderung ist die anspruchsvolle Topografie“, sagt die Freie Architektin und Stadtplanerin, Ute Michaelsen. Um fast ebene Gärten hinzubekommen, erfolgt der Versatz in den Gebäuden. Das wiederum ermöglicht vielfach in den Hang beziehungsweise in die Häuser verlagerte Garagen. Ein kleinerer, als Wendehammer dienender Platz, grenzt das Gebiet Richtung Osten ab. Er soll - wie die Flächen vor den Häusern - zudem den Kindern als Spielfläche dienen. Das Lüxenwegle auf der Südseite bleibt als nicht befahrbarer Weg erhalten. Insgesamt sind 44 Wohneinheiten und eine Handvoll öffentlicher Stellplätze vorgesehen. Bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung bekam dieser Vorschlag die Mehrheit des Ratsgremiums. Auf der Grundlage dieses städtebaulichen Entwurfs sollen nun die Erschließungsplanung und der Bebauungsplan erstellt werden.

Weniger verkehrsfreundlich hatte sich die Alternative präsentiert: Mülltonnen hätten Anlieger der Wohnhöfe zumindest am Tag der Leerung an die 30 bis 40 Meter entfernte Straße bringen müssen. Ein Pluspunkt wären dagegen nicht einsehbare Gärten gewesen.

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