Lenninger Tal

Teilzeitstelle für die Kämmerei

Finanzen Die Gemeinde Lenningen stellt im Jahr 2020 auf das neue Haushalts- und Rechnungswesen um.

Lenningen. Einstimmig hat der Lenninger Gemeinderat beschlossen, die Kämmerei um eine 70-Prozent-Stelle aufzustocken. Notwendig ist das aufgrund der Einführung des neuen kommunales Haushalts- und Rechnungswesens. Viele Gemeinden haben die Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik bereits hinter sich. In Lenningen fällt der Startschuss dafür zum 1. Januar 2020. Bürgermeister Michael Schlecht machte deutlich, dass die Verpflichtung ihn nicht begeistert: „Die Einführung ist teuer und es wird teuer bleiben.“ Während die Kommunen gezwungen seien, stelle das Land selbst nicht um.

Geld und Zeit kostet die Kommune nun erst einmal das Erfassen und Bewerten des Vermögens. Simone Walter, stellvertretende Leiterin der Kämmerei, bezifferte die Zahl sämtlicher Flurstücke, die der Gemeinde gehören, auf 2 100. „Das bewältigen wir nicht im Alltag“, machte Kämmerer Rudolf Mayer klar. Er verwies auf andere Kommunen, die deshalb ebenfalls ihr Personal aufgestockt haben. Die Stelle soll vom 1. Oktober an besetzt und zunächst auf drei Jahre befristet, aber mit Aussicht auf eine unbefristete Anstellung ausgeschrieben werden. Allein die Personalkosten für das dreijährige Projekt belaufen sich auf 84 000 Euro. Hinzu kommen Ausgaben für die Software von 4 000 Euro pro Jahr.Anke Kirsammer


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