Lenninger Tal

Toplagen sind begehrt

Miet- und Kaufpreisspiegel der Kreissparkasse

Mit der vierten Auflage ihres Miet- und Kaufpreisspiegels für Gewerbeimmobilien bietet die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen Investoren und Unternehmern einen aktualisierten Überblick über mögliche Standorte im Landkreis Esslingen.

Kreis Esslingen. Die Kreissparkasse hat dafür erneut Preise für Gewerbegrundstücke sowie Mietpreise für Einzelhandels- und Büroflächen zusammengetragen. Auch die Kosten für Lager- und Produktionsflächen können übersichtlich und schnell mit dem Gewerbeimmobilienspiegel erfasst werden. „Wir bieten so unseren Kunden und Investoren ein Plus an Orientierung und schaffen Transparenz am gewerblichen Immobilienmarkt in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands“, sagt Kai Scholze, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse und zuständig für das Unternehmenskundengeschäft.

Die Nachfrage auf dem gewerblichen Immobilienmarkt im Kreis Esslingen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. „Nicht immer kann die Nachfrage von bau- und kaufwilligen Unternehmen und Mietinteressenten bedient werden“, bestätigt Georg Jauß, Experte für Gewerbeimmobilien bei der Kreissparkasse. Zu begrüßen sei daher die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete wie „Hegelesberg“ in Kirchheim oder „Großer Forst“ in Nürtingen. Die höchsten Preise für Gewerbegrundstücke sind auf den Fildern in Leinfelden-Echterdingen ab 300 Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen. Die günstigsten Baulandpreise mit zum Teil unter 100 Euro pro Quadratmeter finden sich in den albrandnahen Kommunen. Im Übrigen bewegt sich das Preisniveau zwischen 120 und 240 Euro pro Quadratmeter.

Trotz guter Grundstücksangebote im Landkreis Esslingen sind größere Flächen mit einem Hektar und mehr, die zum Beispiel für Logistikunternehmen benötigt werden, kaum vorhanden. Ebenfalls fehlt es an Industriegrundstücken. Die wachsende Nachfrage nach Bestandsflächen für Lager und Produktion führt zu einem Angebotsengpass. Gefragt sind insbesondere Flächen von 100 bis 500 Quadratmetern für Handwerksbetriebe und von über 1 000 Quadratmetern für Industriebetriebe. Die Mietpreise für Produktionsflächen bewegen sich laut Georg Jauß auf einem moderaten Niveau bis zu sechs Euro pro Quadratmeter – abhängig von Lage, Größe und Ausstattung.

Bei der Anmietung von Büroflächen ist Repräsentativität ein wichtiges Kriterium geworden. Noch vor Jahren wurden auch Büroflächen mit einfachster Ausstattung vermietet. Das ist heute kaum mehr möglich. An Bedeutung gewinnen auch Standorte, die über ausgebaute Breitbandkabelnetze verfügen.

Stark nachgefragt sind schon seit Jahren Einzelhandelsflächen in 1-A-Lagen der größeren Kreisstädte. „Besonders Filialisten aus der Optik-, Textil- und Telekommunikationsbranche konkurrieren um die besten Angebote“, bestätigt Jauß. Größere Leerstandsflächen seien in diesen Lagen nicht festzustellen. Anders verhalte es sich bei den 1-B- oder 2er-Lagen und Flächen in kleineren Kommunen. Hier bewege sich die Nachfrage auf niedrigerem Niveau.pm

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