Lenninger Tal

Vielstimmiges „Alle Jahre wieder“

Konzert in der Oberlenninger Kirche Sankt Maria – Viele Instrumentalisten im Einsatz

Traditionelle Lieder beim Adventskonzert des Schulzentrums Oberlenningen. Foto: Rainer Stephan
Traditionelle Lieder beim Adventskonzert des Schulzentrums Oberlenningen. Foto: Rainer Stephan

Lenningen. Aus einer lieb gewonnenen Tradition heraus veranstaltete das Schulzentrum Oberlenningen wieder ein Adventskonzert in der kat­holischen Kirche. Zwei Schulchöre, das Orchester der Musikschule

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Lenningen sowie Schülerband, Blechbläser und Gitarrengruppe der Werkrealschule waren bei der anspruchsvollen Musikaufführung dabei. Das gemeinsame Singen von Liedern und die Verankerung traditioneller Volksmusik in der Bevölkerung nehmen leider stetig ab. Umso erfreulicher ist es, dass beim Adventskonzert in Lenningen die zahlreichen Gäste verstärkt eingebunden und zum Mitsingen animiert wurden. Das Ergebnis überzeugte: Das Publikum sang gerne und beherzt mit.

Zuerst „marschierte“ der Chor der Realschule unter der Leitung von Annegret Führinger in den dunklen Altarraum ein, bepackt mit kleinen Lichtern. Sogleich wurde das Konzert mit dem Kanon „Donna nobis pacem“ eröffnet. Rektor Erich Merkle begrüßte die Gäste und freute sich, dass in Zeiten der Verunsicherung durch Anschläge und der Flüchtlingsthematik ein solches Konzert stattfinde, das zum Singen für ein friedvolles Miteinander ermuntere und dessen Liedtexte zum Nachdenken einladen würden.

Sodann griffen die Gitarristen in die Saiten und traten mit dem Grundschulchor unter dem Dirigat von Melanie Wirth und der Melodie „Alle Jahre wieder“ auf den Plan. Nach dem Entree durften alle im Raum mitsingen. In derselben Besetzung kam danach das Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ zum Vortrag. Der Realschulchor begann mit „Macht hoch die Tür“, einem alten Kirchenlied aus Ostpreußen. Bei der Begleitung gefiel die musikalische Ausdruckspalette des Orchesters der Musikschule, das von Vera Reinold gekonnt geführt wurde. Das gut ausgedachte Aufführungsprozedere zwischen Bühnenmusikern und dem singendem Saalpublikum kam auch beim nachfolgenden „Es ist ein Ros entsprungen“ zum Tragen.

Lautstark und virtuos zeigte sich das Orgelspiel von Dorothee Epple beim Adventslied „Tochter Zion“. Zu den raumfüllenden und harmonischen Klängen trug daneben der mit einer guten Akustik versehene Kirchenraum bei. Auch bei den folgenden Liedern, „Maria durch ein Dornwald ging“, „Vom Himmel hoch“ und „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen“, konnte der Realschulchor überzeugen.

Die mit vier Gitarren, Schlagzeug, Keyboard und zwei Sängerinnen besetzte Schülerband der Werkrealschule war von ihrem Leiter Joachim Maier bestens vorbereitet worden. Die Interpretation von „Stern über Bethlehem” und „Was soll das bedeuten“ gelang vorzüglich, und die „Musterschüler“ legten eine erstaunliche Performance an den Tag.

Etwas ganz Besonderes boten die erstmals auftretenden Blechbläser der Werkrealschule. Von der Empore ertönte zuerst lautes Schlagwerk, ehe dann die Bläser drei Weihnachtslieder zum Besten gaben. Bläserobmann Andrej Podvinski steuerte mehrere Einlagen zum virtuosen Auftritt bei.

Jean Renaud Lubiangenu, Hausherr und Pfarrer, ging mit besinnlichen Worten auf den Advent ein. Für die Kinder hatte er ein schönes Kompliment parat: „Ihr habt so toll gesungen.“

Natürlich durfte „Stille Nacht“ nicht im Liederreigen fehlen. Mit passendem Blech- und Orgelvorspiel wurde dem weihnachtlichen Erkennungslied der globalen Christenheit schlechthin die nötige Aufmerksamkeit zugedacht.

Die bekannte Weise „Oh du fröhliche“ vereinte Musiker, Sänger und Gäste zu einem lautstarken Finale. Der stimmige Auftritt aller Akteure wurde zu Recht mit viel Applaus bedacht. Die Spenden des Abends kommen der Kirchensanierung zugute.