Lenninger Tal

Vom Truppenübungsplatz zum Biosphärengebiet

Serie Von wegen „Schwäbisch Sibirien“! Die Alb ist Geopark, Biosphärengebiet und ausgesprochen spannendes Entdeckerland mit millionenjahrealter Geschichte zugleich (7). Von Michael Hägele

Wo früher in Münsingen Soldaten übten, liegt die Keimzelle für mehr Nachhaltigkeit auf der Alb. Foto: Michael Hägele
Wo früher in Münsingen Soldaten übten, liegt die Keimzelle für mehr Nachhaltigkeit auf der Alb. Foto: Michael Hägele

Mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb entstand vor über zehn Jahren das erste Unesco-Biosphärenreservat Baden-Württembergs. Die Keimzelle des rund 850 Quadratkilometer großen und relativ dicht besiedelten Gebietes war der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen. Dabei ist die Bezeichnung als „Biosphärengebiet“ dem Umstand geschuldet, dass anfänglich mit dem Begriff „Reservat“ eher Ressentiments und Ängste vor zu starker Reglementierung verbunden waren.

Natur ...

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Was sind Unesco-Biosphärenreservate?

Seit 1970 wurden von der Unesco gemäß den Leitlinien des internationalen Programms “Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) weltweit 701 Biosphärenreservate in 124 Staaten ausgewiesen, 16 davon in Deutschland.

Naturparks und Nationalparks sind klassische Naturschutzgebiete. Davon grenzt sich der Biosphärengedanke deutlich ab. Dies ist in der sogenannten Sevilla-Strategie im Jahr 1995 klar formuliert worden.

Schutz und Erforschung natürlicher Ökosysteme zur nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Entwicklung in den Modellregionen mit Vorbildcharakter stehen im Vordergrund - unter Beteiligung der Bevölkerung.mh