Lenninger Tal

Walnusshäufle von selbst gezogenen Bäumen

Auf unserer Wiese stehen ein paar Walnussbäume. Die hat mein Bruder vor 40 Jahren selbst gezogen. Da war er noch ein kleiner Bub und hat die Walnüsse in einem Topf vergraben und sich riesig gefreut, als tatsächlich ein Bäumchen draus geworden ist. Und weil’s so schön war, hat er das gleich ein paar Mal gemacht. Innerhalb weniger Jahre hatten wir so mehrere stattliche junge Nussbäume. Da auf der Streuobstwiese Platz war, wurden sie dort gepflanzt. Am Anfang haben wir uns über ein paar Nüsschen gefreut. Inzwischen gibt es jedes Jahr eine ganz ordentliche Ernte. Und da der Schwabe nix verkommen lässt, wurden wir erfinderisch. Schließlich muss man die Nüsse ja irgendwie verwerten. So kamen wir auf die Walnusshäufle. Die sind auch für Backanfänger geeignet. Fett benötigt man gar nicht, und abgesehen von der dreistündigen Ruhezeit gehen sie auch ganz schnell. Mein sechsjähriger Sohn durfte natürlich zuerst probieren und erzählte kurze Zeit später seinem Papa, dass der Opa doch tatsächlich Nuss-Bredla gebacken hat. Auf die Rückfrage, wie sie schmecken, sagte er zunächst gar nichts, grinste nur verschmitzt und zeigte mit beiden Daumen nach oben.

Zutaten: Drei Eiweiß, eine Prise Salz, 120 g Zucker, 250 g gemahlene Walnüsse.

Zubereitung: Das Eiweiß mit dem Salz und dem Zucker zu einer steifen Masse schlagen. Die Walnüsse unterheben. Aus der Masse kleine Häufle formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Je eine halbe Walnuss obenauf setzen und die Walnusshäufle etwa drei Stunden bei Raumtemperatur trocknen lassen. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Ober-/Unterhitze 15 bis 20 Minuten backen. Annette Koch

Süße Naschereien aus der Redaktion

Kirchheim. Am Sonntag ist erster Advent. Höchste Zeit, die Schürze umzubinden und zu Zimt, Nüssen und Mandeln zu greifen, um Plätzchen für den bunten Teller zu backen. Denn was gibt es Gemütlicheres, als bei Kerzenschein und einer Tasse Kaffee oder Tee süßes Gebäck zu naschen? Auch in der Redaktion haben manche schon den Ofen angeworfen. In loser Folge präsentieren wir Rezepte, mit denen wir etwas Besonderes verbinden und die sich zum Nachmachen eignen. ank

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