Lenninger Tal

Wir sind nicht beim Pokern

Kommentar von Thomas Zapp zur Alb-Card

Die Alb-Card. Symbolbild
Die Alb-Card. Symbolbild

Sich nicht in die Karten schauen zu lassen, das ist eine der Grundregeln beim Pokern. Und auch sein Gesicht sollte man unter Kontrolle haben: Gutes Blatt oder schlechtes Blatt: Wenn du es sehen willst, musst du etwas riskieren. Bei der „AlbCard“ verhält es sich anders: Die soll ja gesehen werden und verlangt demjenigen, der sie in der Hand hält, auch kein Risiko ab. Schließlich gibt es die Karte gratis für alle, die auf der Schwäbischen Alb übernachten wollen und das bei einem der teilnehmenden Hotels oder Gasthöfen tun. Dann stehen ihnen 125 Attraktionen der Schwäbischen Alb kostenlos offen: „Alb-Inclusive“ bringt es der Werbeslogan ebenso schön wie wahr auf den Punkt.

Nur wenn man so etwas Gutes im Angebot hat, warum trommelt man dann nicht mehr? Natürlich hat Corona auch hier eine Rolle gespielt, wurden Messen abgesagt, sind Marketing-Aktionen auf der Straße schwierig. Aber wenn selbst die teilnehmenden Betriebe, die ja in Vorleistung gehen, dieses Produkt nicht bewerben. Wie sollen die Kunden dann darauf aufmerksam werden?

Klar ist man noch in der „Startphase“, wie es in der Marketing-Zentrale in Bad Urach heißt, aber die sollte jetzt schnell in die Beschleunigungsphase übergehen. Die Tourismus-Branche leidet, da kommt jedes Instrument zur Steigerung der Attraktivität gerade recht. Zumal Urlaub daheim gerade in Corona-Zeiten angesagt ist. Und noch einmal: Die „AlbCard“ ist kein „Belohnungsprogramm“, für das man erst X Produkte kaufen muss, sondern lohnt sich ab Erhalt und sofort. Es gibt keinen Grund, sie zu verstecken.

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