Weilheim und Umgebung

Abreißen und vorbereiten

Asyl Ohmden sucht nach Lösungen, um Flüchtlinge unterzubringen. Im Notfall würden Container aufgestellt werden.

Kirche Ohmden Vor Ort mit Architekt Dieter Hoff und vielleicht Pfarrer Taut
Die Flüchtlinge sollen zentral in Ohmden untergebracht werden.

Ohmden. Es war ein Rückschlag für die Gemeinde Ohmden gewesen: Im März hatte der Landkreis Esslingen mitgeteilt, dass er nun doch keine Flüchtlingsunterkunft in Ohmdens Ortsmitte bauen wird. Damit waren auch die Pläne der Gemeinde vom Tisch, sich in das Projekt einzuklinken und dort Geflüchtete einzuquartieren, die in die Zuständigkeit der Kommune fallen.

Jetzt hat Bürgermeister Martin Funk einen Alternativplan präsentiert: „Wir können uns vorstellen, das Gebäude auf dem Grundstück in der Ortsmitte abzureißen und schon alle notwendigen Anschlüsse verlegen zu lassen“, so Funk. Zur Not könne man dann schnell reagieren, Container aufstellen und die Menschen dort unterbringen. Viel lieber wäre dem Schultes aber eine andere Lösung: „Ich hoffe immer noch, dass wir auf dem Wohnungsmarkt fündig werden.“ Bis jetzt sei es der Gemeinde jedoch nicht gelungen, Wohnungen oder Häuser in Ohmden aufzutun.

Eine eventuelle Containerlösung würde erst im kommenden Jahr spruchreif. „Dieses Jahr müssen wir nur noch zwei Personen unterbringen“, weiß Martin Funk. 2018 sind es dann allerdings schon 13 Menschen, für die die Gemeinde eine Unterkunft stellen muss.

Gut funktioniert dem Schultes zufolge die Betreuung der Geflüchteten durch Ehrenamtliche. „Es finden auch Sprachkurse im Rathaus statt“, so Funk. Um einen richtigen AK Asyl zu gründen, sei die Zahl der Flüchtlinge, die momentan in Ohmden leben, aber noch zu gering: „Da hätten wir nachher mehr Betreuer als zu Betreuende.“ Bianca Lütz-Holoch

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