Weilheim und Umgebung

Aichelberg will keine hohen Masten

Mobilfunk Anträge der Bahn überraschen die Gemeinde. Das Ratsgremium sorgt sich um die Gesundheit der Bürger.

Foto: Thomas Krytzner
Foto: Thomas Krytzner

Aichelberg. Überraschendes hatte der Aichelberger Bürgermeister Martin Eisele seinem Gemeinderat in Aichelberg unlängst mitzuteilen: Entlang der Neubaustrecke der Bahn zwischen Stuttgart und Ulm seien 20 Mobilfunkanlagen geplant. Zwei davon tangieren Aichelberg, eine am Autobahnparkplatz „Vor dem Aichelberg“, der jetzt nach dem Tunnelbau wieder neu und leicht erhöht hergestellt wird. Eine weitere ist vorgesehen beim Portal Aichelberg, wo der Zug im Bosslertunnel verschwindet. Es handle sich um ungefähr 40 Meter hohe Masten in Schleuderbetonausführung.

Die in dieser Dimension „gewaltigen“ Anlagen, so Eisele, behagten dem Gemeinderat nicht. Ebenso wenig das, was draufgepackt werden soll oder kann. Die Masten dienen im Wesentlichen dem Zugfunk, aber auch privaten Netzbetreibern. Und sie sollen so ausgelegt werden, weiß Ei­sele, dass sie später auch das autonome Fahren auf der Autobahn unterstützen können. Von all dem ahnte man in Aichelberg nichts, sagt der Schultes: „Im Planfeststellungsverfahren von 1999 sind sie nicht enthalten.“

Der Gemeinderat sieht das kritisch für das Landschaftsbild und weiß auch nicht, welche Strahlenbelastung für die Bevölkerung damit verbunden sein könnte. Wirkt sich das auf die Gesundheit aus? Bürgermeister Eisele vermisst technische Informationen über die Anlagen. Es liege ihm auch nichts von der Bundesnetzagentur vor. Die Reaktion des Gemeinderats: glatte Ablehnung. Beide Bauanträge gehen jetzt ans Landratsamt, das die Genehmigungsfähigkeit prüfen mus.nwz

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