Weilheim und Umgebung

Anklage wegen fingierten Raubüberfalls

Prozess Im Januar wurde ein Werttransporter an der A 8 überfallen. Die Tat war offenbar vorgetäuscht. Fünf Männer sind nun angeklagt.

Symbolfoto

Ulm/Hohenstadt. Zunächst wurde in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar ein bewaffneter Raubüberfall auf einen Werttransporter angezeigt. Dieser soll sich auf einem Parkplatz an der A 8 am Drackensteiner Hang ereignet haben. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, war dies aber nur vorgetäuscht worden. Der Diebstahl der Fracht - gebrauchte Luxusuhren im Gesamtwert von etwa acht Millionen Euro - sollte so vertuscht werden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Ulm nun in einer Presseerklärung mit.

Gegen den Fahrer und den Beifahrer des Werttransporters - zwei 31 und 33 Jahre alte Männer aus dem Raum Stuttgart - wie auch gegen drei ihrer mutmaßlichen Mittäter erhob die Ulmer Staatsanwaltschaft nun Anklage beim Landgericht Ulm. Den Männern wird gemeinschaftlicher Diebstahl im besonders schweren Fall vorgeworfen. Einer der Angeschuldigten muss sich zudem noch wegen einer bei der Tat verwendeten Schusswaffe auch wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Alle fünf Angeschuldigten räumen mittlerweile ein, den Überfall vorgetäuscht zu haben, um die Luxusuhren unentdeckt entwenden zu können. So packten sie am Tatabend am Parkplatz am Drackensteiner Hang die im gepanzerten Werttransporter in verplombten und verschlossenen Kisten und Koffern aufbewahrten Uhren in zwei bereitgestellte Autos. Danach brachten sie das Diebesgut nach Berlin, wo es einem 39 Jahre alten Mann zum Verkauf übergeben wurde. Obwohl über 150 Uhren sichergestellt werden konnten, fehlt vom Großteil der Beute bislang jede Spur.

Die fünf Männer im Alter zwischen 31 und 40 Jahren befinden sich in Untersuchungshaft. pm

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