Weilheim und Umgebung

Auf alle Fälle vorbereitet

Freizeit Wenn das Weilheimer Freibad wieder öffnet, ist zusätzliches Personal nötig. Externe Kräfte stehen schon in den Startlöchern. Sie kosten allerdings auch Geld, falls das Bad wegen Corona zu bleibt. Von Bianca Lütz-Holoch

Frisch renoviert - und leer: Ob und wann das Weilheimer Freibad dieses Jahr öffnen kann, ist noch unklar.Foto: Carsten Riedl
Frisch renoviert - und leer: Ob und wann das Weilheimer Freibad dieses Jahr öffnen kann, ist noch unklar. Foto: Carsten Riedl

Wäre es ein ganz gewöhnliches Jahr, würden die Schwimmer im rundum erneuerten Weilheimer Freibad längst ihre Runden ziehen. Tatsächlich herrscht in den blank geputzten Becken jedoch - wie zurzeit in allen öffentlichen Bädern - gähnende Leere. Wie es weitergeht, ob und wann die Corona-Verordnungen dieses Jahr eine Öffnung der Freibäder erlauben, steht noch immer nicht fest. „Die Kommunen brauchen feste Vorgaben für eine Öffnung“, sagt Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle. Die gibt es jedoch noch nicht - weder vom Land noch vom Gemeindetag.

Trotzdem haben sich Verwaltung und Gemeinderat in Weilheim mit dem Thema Freibad auseinandergesetzt. Darf es nämlich öffnen, sind in der ersten vollen Saison nach der Renovierung weitere Mitarbeiter gefragt. „Unser eigenes Personal reicht nicht aus“, sagt Bürgermeister Johannes Züfle. Zu hoch sind mittlerweile die Anforderungen an Sicherheit, Aufsicht und Arbeitszeiten. Eine Stellenausschreibung brachte nicht den gewünschten Erfolg. „Deshalb müssen wir auf externes Personal zurückgreifen“, so Züfle. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren hat die Stadt deshalb den Dienstleister Aquafun beauftragt. Die zwei 100-Prozent-Kräfte, die zur Verfügung gestellt werden, kosten die Stadt bei einer Öffnungszeit von 18 Wochen rund 90 000 Euro plus Fahrkosten.

Schnell wurde jedoch klar, dass die beiden Fachangestellten für Bäderwesen angesichts des geschlossenen Freibads nicht wie vereinbart zum 9. Mai in Weilheim starten können. Einer unkomplizierten Verschiebung des Vertragsbeginns bis Juni stimmte die Firma zu. Sollte sich die Öffnung des Freibads allerdings noch weiter hinauszögen, muss die Stadt finanziell in die Bresche springen: „Sie übernimmt dann den Differenzbetrag aus der Kurzarbeit für die beiden externen Mitarbeiter“, erläutert der Schultes.

Dass dieser Fall eintritt, wird angesichts noch immer fehlender Vorgaben zur Öffnung der Freibäder in Corona-Zeiten immer wahrscheinlicher. Selbst das „Worst-Case-Szenario“, nämlich dass das Bad gar nicht mehr öffnen kann, schließt der Bürgermeister nicht aus. Bereit für Besucher wäre das Bad allemal: Es ist gereinigt, die Becken sind voll und die Technik läuft.

Schwimmen in Weilheim wird teurer

Die Eintrittspreise für das frisch sanierte Weilheimer Freibad erhöhen sich um rund 30 Prozent. Damit passt die Stadt sich auch an vergleichbare Bäder in der Umgebung an.

Ein Einzelticket für Erwachsene kostet künftig 4,50 statt 3,50 Euro, für Jugendliche 2,50 Euro statt 1,90 Euro.

Neu ist eine Dauerkarte für Familien mit Landesfamilienpass. 2019 wurden schon Tageskarten für Familien und Alleinerziehende sowie Zehnerkarten für Jugendliche und Erwachsene eingeführt.

Auch bei schlechtem Wetter hat das Bad künftig geöffnet, mittwochs bereits ab 7 Uhr für die Frühschwimmer.

Fürs Lehrschwimmbecken werden die Preise ebenfalls erhöht. Erwachsene zahlen künftig 2,50 Euro und Jugendliche 2 Euro. bil

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