Weilheim und Umgebung

Bätscherfest, Bergtrikot und Erinnerungsflagge

Vor 25 Jahren wurde die Partnerschaft zwischen Holzmaden und Connantre offiziell besiegelt

Bei angenehmen Temperaturen fand am Wochenende das 13.  Bätscherfest in der Urweltgemeinde statt. Die Veranstalter wurden für ihr eifriges Wirken mit einem guten Besuch belohnt. Ein Höhepunkt war der Festakt zum 25-jährigen Jubiläum der Partnerschafts­besiegelung mit Connantre.

Das Banner ist das Gastgeschenk der Partnergemeinde Connantre (Bild oben). Connantres „Maire“ Michel Jacob überreicht ihn seiner
Das Banner ist das Gastgeschenk der Partnergemeinde Connantre (Bild oben). Connantres „Maire“ Michel Jacob überreicht ihn seiner Holzmadener Kollegin Susanne Jakob. Die Fotos unten zeigen das bunte Festgeschehen.Fotos: privat

Holzmaden. Bereits am Freitagnachmittag reiste die 31-köpfige Besuchergruppe aus der in der Champagne liegenden Partnergemeinde an. Die Gäste wurden im Freizeitgelände herzlich empfangen und sogleich mit der zum Fest herausgebrachten „Jumelage-Zeitung“ bedacht. Nach der Quartierverteilung waren abends Franzosen und Gastgeberfamilien zum Essen ins Sportheim geladen.

Am Samstagmorgen stand eine Ausfahrt der Motorradfahrer aus beiden Gemeinden auf dem Programm. Die von Steffen Schumann ausgearbeitete Tour führte über die Alb. Währenddessen wanderten die anderen Connantrats mit ihren Gastgeberfamilien durch Neidlinger Kirschbaumwiesen, um danach in einer Brennerei Einkehr zu halten. Die Destillatprobe samt Brennereibesichtigung fand großen Anklang.

Abermals zehn Vereine und Organisationen luden zur Hocketse im Ortskern „om da Bätscher rom“ ein. Das Fest begann nachmittags auf dem Rathausplatz mit Vorführungen des Kindergartens und der Schule sowie dem Kinderfest. Was Grundschüler nach kurzer Zeit musikalisch leisten können, bewies die Bläserklasse unter Leitung von Claudia Frank. Einen beeindruckenden Auftritt legte wiederdie Taiko-Trommelgruppe hin. Dem Fassanstich durch „Maire“ Michel Jacob aus Connantre folgte das Entkorken einer Champagnerflasche durch Bürgermeisterin Susanne Jakob.

Die Franzosen hatten ihren Champagnerstand vor dem Rathaus aufgebaut und luden zum „Aperitif für alle Partnerschaftsfreunde“ ein. Viele nahmen die Einladung gerne an, traf man doch auf alte Bekannte, mit denen man ein Schwätzchen halten konnte. Renate Besemer, lange Jahre Lehrerin an der Holzmadener Grundschule, freute sich: „Mit meiner früheren Kollegin Odile Musset habe ich auf manche Begebenheit beim Schüleraustausch reflektiert“. Gleich neben dem Stand wurde das druckfrische Holzmadener Heimatbuch zum Verkauf angeboten. Während tagsüber beim Musikverein die Blasmusik dominierte, spielte abends die Coverband „Zwei!“ auf der Vereinsbühne. Parallel dazu trat im TSV-Zelt „Partymichel“ Micha Hock auf und sorgte für ausgelassene Stimmung beim Publikum bis weit nach Mitternacht.

Der Sonntag wurde mit dem ökumenischen Gottesdienst eingeläutet, der durch Musik, Predigt und zweisprachige Texte geprägt war. Beim Festakt würdigten die Bürgermeister Jakob und Jacob in ihren Ansprachen das Jubiläum und gingen auf die offizielle Verschwisterung 1990 ein. Susanne Jakob bezeichnete den Geburtstag als wichtiges Zwischenziel.

Neben einer Plakette für den verstorbenen Alt-Bürgermeister Antoine Subtil händigte die Bürgermeisterin ihrem Amtsbruder in Anspielung auf die Tour der France ein „Bergtrikot“ für den gemeinsamen Erfolg bis zur 25. Etappe aus. Unter großem Applaus der Festgäste entrollten die Connantrats eine Erinnerungsflagge mit Filmrollen, auf der handelnde Personen und Geschehnisse abgebildet wurden.

Danach war ein Flohmarkt in der Schulstraße sowie Festtreiben in den Gassen und Höfen angesagt. Eine Schießbude nebst Kindertombola sowie Süßwaren, Weinprobe und weitere „Acts“ sorgten für kurzweiliges Festvergnügen. Auffällig war, wie liebevoll die Stände ausgeschmückt waren.

Für den Magen eine Rote Wurst oder doch eher was Internationales? Die Angebotspalette bediente beide Nachfragerichtungen. Elke Schempp vom Holzmadener Chor: „Unsere Antipasti gingen weg wie die warmen Wecken, daneben blieb aber der Wurstsalat ein Hauptumsatzträger“. Bei allenthalben zufriedenen Gesichtern am Sonntagabend darf von einem guten Festverlauf ausgegangen werden.

Bätscherfest, Bergtrikot und Erinnerungsflagge
Bätscherfest, Bergtrikot und Erinnerungsflagge
Bätscherfest, Bergtrikot und Erinnerungsflagge
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