Weilheim und Umgebung

Barrierefrei aufs Amt

Hepsisaus Ortschaftsverwaltung ist ins Erdgeschoss gezogen – Tag der offenen Tür im Oktober

Die Ortschaftsverwaltung in Hepsisau ist umgezogen – innerhalb des Rathauses. Auch sonst tut sich in dem alten ­Gebäude einiges.

Neue Anlaufstelle für die Hepsisauer: die neue Ortschaftsverwaltung im Erdgeschoss des Rathauses.Foto: Carsten Riedl
Neue Anlaufstelle für die Hepsisauer: die neue Ortschaftsverwaltung im Erdgeschoss des Rathauses.Foto: Carsten Riedl

Weilheim. Bis vor wenigen Monaten waren im Erdgeschoss des Hepsis­auer Rathauses noch die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr untergebracht. Jetzt ist in dem Weilheimer Teilort die Ortschaftsverwaltung eingezogen. Eine große Glastür führt in das Büro und gibt den Blick frei auf die Service-Theke. Dahinter haben Ortsvorsteher Hartmut Hummel und Mitarbeiterin Cornelia Bäurle ihre Arbeitsplätze. Der große Vorteil des neuen Raums im historischen Gemäuer: „Man kann jetzt alles barrierefrei erledigen“, sagt Weilheims Stadtbaumeister Jens Hofmann. Der Nachteil: „Wir haben weniger Platz“, wie Ortsvorsteher Hartmut Hummel anführt. Bislang hatte die Ortsverwaltung zwei große Räume im ersten Stock zur Verfügung.

Die wiederum finden nun aber auch eine neue Verwendung. „Im ersten Stock entstehen drei Wohnungen für Asylbewerber, zwei große und eine kleine“, sagt Jens Hofmann. Der zweite Stock wird so ausgebaut, dass dort eine Wohngruppe für minderjährige Flüchtlinge eingerichtet werden kann. Der Michaelshof hatte bereits im vergangenen Jahr entsprechendes Interesse an den Räumen bekundet. „Geplant ist ein offener Aufenthalts- und Küchenbereich“, gibt Jens Hofmann Einblicke in die aktuelle Planungen. Optisch vom Flur getrennt wird er von alten Fachwerkbalken, die stehen bleiben. Neben vier Einzel- und einem Doppelzimmer sowie zwei Bädern für die Jugendlichen ist ein Betreuerzimmer mit eigenem Bad vorgesehen.

Für sämtliche Umbauten am Rathaus – inklusive der neuen Feuerwehrgarage nebenan – hat die Stadt 680 000 Euro einkalkuliert. Die Planungen hat das Stadtbauamt selbst übernommen. „Damit haben wir sicher 100 000 Euro eingespart“, mutmaßt Jens Hofmann.

„Es ist uns gelungen, verschiedene Synergien zu nutzen“, zeigt sich Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle zufrieden mit der Lösung. Statt etwas Neues auf der grünen Wiese zu bauen, ertüchtige man das renovierungsbedürftige alte Gebäude im Herzen Hepsisaus. Das wird in Zukunft übrigens drei Eingänge haben: Neben der Ortschaftsverwaltung verfügen auch die Bürgerstube und der Wohnbereich über eigene Zugangstüren.

Am Sonntag, 23. Oktober, ist ein Tag der offenen Tür im Hepsisauer Rathaus geplant. Interessierte sollen dabei Gelegenheit haben, die Wohnungen zu besichtigen, bevor die Flüchtlinge einziehen.

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