Weilheim und Umgebung

Beide sind spitze!

Das Schild an der Limburg lässt keinen Zweifel zu. Foto: C. Riedl
Das Schild an der Limburg lässt keinen Zweifel zu. Foto: C. Riedl

Randnotiz von Irene Strifler: Als „höchsten Weinberg“ hatte der Teckbote im Ausflugstipp am Samstag den Jusi bezeichnet. - Ein Superlativ, der nicht nur Weilheims Wengerter auf die Palme respektive die Rebe brachte. Schließlich hat sich Hobbywinzer Rainer Bauer vor einem Jahr amtlich bestätigen lassen, dass die höchste Rebe Württembergs auf sage und schreibe 532,96 Metern am Hang der Limburg wächst. Die Kollegen am Jusi schmücken sich dagegen gelegentlich damit, dass Kappishäusern der höchste Weinort Deutschlands sei - tatsächlich knackt der Neuffener Ortsteil die magische 500-Meter-Marke: Er liegt auf luftigen 501 Metern Höhe.

Superlativ hin oder her - „Wir halten uns raus“, heißt es augenzwinkernd beim Weinbauverband Württemberg. Was die Qualität anbelangt, darf man‘s beim Wein mit Höhe eh nicht übertreiben: „Theoretisch kann einer auf der Zugspitze Pflanzrechte beantragen“, witzelt Geschäftsführer Bader. Das Ergebnis ist nicht unbedingt reiner Wein. Wie man so hört, wurden beispielsweise Trauben, die ein ambitionierter Jungwinzer am Allgäuer Jochpass zieht, bislang maximal gegessen, nicht aber gekeltert - wohl aus gutem Grund.

An den Rebstöcken von Limburg und Egelsberg gedeiht dagegen, ebenso wie an Neuffen und Jusi, so manch preiswürdiges Tröpfchen. In vino veritas, heißt es nicht umsonst, und so spricht das flüssige Ergebnis der weingärtnerlichen Bemühungen eine deutliche Sprache. „Wir finden beide spitze!“, bringt es der Weinbauverband versöhnlich auf den Punkt und meint damit nicht zuletzt die engagierten Wengertergruppen in beiden Regionen.

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