Weilheim und Umgebung

Buchsbaumzünsler im Kurzporträt

Das Tier: Der Buchsbaumzünsler – lateinisch: Cydalima perspectalis – ist ein weiß-schwarzer Kleinschmetterling. Seine Vorderflügel weisen oft braune Außenränder auf. Der Buchsbaumzünsler legt seine Eier an den Blättern des Buchsbaums ab. Daraus schlüpfen bis zu fünf Zentimeter lange grüne Raupen mit schwarzen Punkten oder schwarz-weißen Streifen. Der Schmetterling lebt nur etwa acht Tage lang. Von Frühjahr bis Spätsommer legen die Weibchen etwa alle zwei Monate Eier. Damit kann es bis zu vier Buchsbaumzünslergenerationen im Jahr geben. Die Weibchen bevorzugen zum Eierlegen Buchsbäume, die noch nicht befallen wurden. Die Verbreitung: Ursprünglich war der Kleinschmetterling, der eine Flügelspannweite von gut vier Zentimetern erreicht, im ostasiatischen Raum zu Hause. Fachleute gehen davon aus, dass er vor wenigen Jahren vermutlich über Pflanzenimporte aus seiner Heimat nach Mitteleuropa eingeschleppt wurde. Der Befall: Die Zünsler-Raupen nagen zunächst im Innern der Pflanzen. Eine Raupe frisst bis zu 45 Blätter. Nach den Blättern gehen die Zünsler an die grüne Rinde der Triebe, die sie oft bis aufs Holz abfressen, worauf darüberliegende Bereiche absterben. Buchsbaumzünsler-Befall erkennt man daran, dass abgefressene Blattrippen zurückbleiben. Befallene Pflanzen sind mit Gespinsten überzogen, bei näherem Hinsehen entdeckt man auch Kotkrümel. Die Bekämpfung: Der Buchsbaumzünsler hat hierzulande keine natürlichen Feinde. Wer den Schädling bekämpfen will, sollte seine Pflanzen regelmäßig kontrollieren und möglichst bereits die erste Raupengeneration im Frühjahr erwischen. Aufwendig, aber hilfreich ist es, die Raupen zunächst abzusammeln. Intensives Spritzen mit biologischen oder chemischen Insektiziden ist bei Befall angeraten. Eventuell kann ein Rückschnitt die völlige Zerstörung befallener Pflanzen verhindern.ez


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