Weilheim und Umgebung

Bushaltestelle in neuem Licht

Ja zu Lichtstelen – Gute Beleuchtung soll Probleme mit nächtlichen Störungen mildern

Noch ist Weilheims zentraler Bushalt eine große Bau­stelle. Ab Herbst aber wird er in neuem Licht erstrahlen. Ihren Teil dazu beitragen sollen vier ­Lichtstelen, zwei davon auf dem Platz in der Brunnenstraße.

Noch wird gebaut. Wenn die Bushaltestellen in der Brunnenstraße fertig sind, sollen dreierlei Lichtquellen den Platz ausleuchten
Noch wird gebaut. Wenn die Bushaltestellen in der Brunnenstraße fertig sind, sollen dreierlei Lichtquellen den Platz ausleuchten. Damit hofft die Stadt auch, nächtlichen Störungen Herr zu werden.Foto: Jean-Luc Jacques

Weilheim. „Dieser öffentliche Platz soll attraktiv erscheinen und gut ausgeleuchtet sein“, sagte Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle im Gemeinderat. Es sei wichtig, den Fußweg bei Nacht gut auszuleuchten. Darum solle es zwei Lichtstelen auf dem Platz in der Brunnenstraße geben und zwei am Fußgängersteg in der Kirchheimer Straße. Die Kosten dafür liegen bei 8 600 Euro.

Wie wichtig gutes Licht sei, legte Ordnungsamtsleiter Helmut Burkhardt dar: „Wir haben seit Monaten große Probleme bei der Kreissparkasse. Die Dunkelheit dort lockt Personengruppen an, die stören“. Beinahe jedes Wochenende sei nachts die Polizei gefordert.

Gegen eine gute Ausleuchtung hatte auch Bernd Kautter (UWV) nichts einzuwenden. Ob dazu Lichtstelen nötig seien, bezweifelte er jedoch. „Vielleicht ließe sich das ja besser mit den normalen Straßenleuchten erreichen. Das wäre günstiger.“ Auch sein Fraktionskollege Rainer Bauer zweifelte die Notwendigkeit von Lichtstelen an. „Ich sehe keinen Bedarf dafür, Sonderleuchten aufzustellen“, sagte er. „So was Weltbewegendes ist der Busbahnhof auch nicht, dass er extra teuer beleuchtet werden muss.“ Er ärgerte sich zudem darüber, dass die Stadt erst auf kritische Nachfragen des Gemeinderats hin eine neue lichttechnische Berechnung hat anfertigen lassen. Das Ergebnis: Zwei Stelen auf dem Platz in der Brunnenstraße reichen aus. „Wenn wir uns nicht gewehrt hätten, wären es drei Stelen geworden“, so Rainer Bauer. Die Lichtstelen waren schon im Juni im Gemeinderat Thema gewesen. Weil noch keine genauen Zahlen zu den Kosten vorlagen, wurde der Punkt aber vertagt.

Eine andere Meinung vertrat Joachim Naasz (FWV): „Ich sehe es schon so, dass man schönere Lampen platzieren kann, um den Platz aufzuwerten“, sagte er und erhielt Unterstützung von seinem Fraktionskollegen Karl Mohring. Auch Martin Pfauth (SBV) war dafür, die Lichtstelen aufzustellen. Er sei zwar froh, dass man die dritte Leuchte, die vor Haus Nummer 5 eingeplant gewesen war, weglassen könne. Aber: „Ich bin angenehm überrascht über den Preis.“

Fünf Gemeinderäte sprachen sich dagegen aus, die Stelen zu installieren, die Mehrheit votierte dafür. Für Beleuchtung rund um die zentrale Bushaltestelle sorgen neben den Stelen auch die normalen Straßenlaternen. Und noch ein weiteres leuchtendes Gestaltungselement sehen die Pläne vor: „Der stadtbildprägende Baum auf dem Platz soll von zwei Bodenleuchten angestrahlt werden.“

Bushaltestelle in Weilheim
Bushaltestelle in Weilheim
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