Weilheim und Umgebung

Chorgesänge zum Abschied von Gabriele Bender

Symbolbild

Weilheim. In der Peterskirche in Weilheim fand das Abschiedskonzert von Kantorin Gabriele Bender statt. Im Zentrum standen zwei große Choralkantaten von Bach: „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, flankiert von der Reformationskantate des Bach-Schülers Homilius und der kirchlichen Festouvertüre von Otto Nicolai „Ein feste Burg ist unser Gott“. Dass der Chor an der Peterskirche völlig souverän Bach-Kantaten bewältigt, ist nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis von guter Chorarbeit. Der Chor wurde unterstützt vom Orchester „Sinfonietta Stuttgart“ mit Georgia Höpfner als Konzertmeisterin. Leider ging ihr silbrig klingendes „Violino piccolo“ im ersten Liebesduett „Wachet auf“ im Gesamtklang nahezu unter. Die Sopran-Arie „Ich will auf den Herren schauen“ litt unter einer zu massiven Bassgruppe. Die fast zu schnelle Tempowahl des Eingangschores von „Wachet auf“ und vor allem der Tenor-Choral-Aria schmälerte den Gesamteindruck nicht. Die Solo-Sänger Lisa Stöhr (Sopran), Christian Wilms (Tenor) und Kai Preußker (Bass) bewältigten das Stück souverän. Unterstützt wurden sie von der Altistin Filippa Möres-Busch. Eine sehr erfolgreiche Ära ging mit diesem Konzert zu früh zu Ende, und in den Applaus mischte sich sicher so manche Wehmutsträne. Wie sehr Gabriele Bender in Weilheim geschätzt war, zeigte der nicht enden wollende Applaus. Aber ein Hoffnungsschimmer bleibt: Gabriele Bender hat mit ihrem Wirken in Weilheim „auf keinen Sand gebaut“, sondern hinterlässt ein stabiles Gebäude, auf das Nachfolger aufbauen können.Martin Brost


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