Weilheim und Umgebung

„Der Egelsberg ist schwierig“

Im Juli schließt die Rasselbande ihre Kleinkindgruppe auf dem Egelsberg. Geschäftsführerin Mathilde Maier spricht über die Hintergründe der Entscheidung und über Zukunftspläne der Einrichtung.

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Als Grund für die Schließung der Gruppe auf dem Egelsberg haben Sie rückläufige Anmeldezahlen genannt. Ist das ein Einzelfall oder ein allgemeiner Trend?

Für uns ist der Egelsberg ein Einzelfall. Unsere anderen Gruppen sind voll, es gibt sogar Wartelisten. Ich denke, der Egelsberg ist als Standort eventuell schwierig, da in den Häusern viele Familien mit älteren Kindern wohnen. Ein Generationenwechsel könnte dies verändern, aber wie lange es dauert, bis er sich vollzieht, kann man nicht sagen. Wir können jedenfalls nicht darauf warten.

Die Betriebskostenschüsse, die Sie von den Kommunen erhalten, sind nicht überall gleich hoch. So zahlt die Stadt Kirchheim aktuell 83 Prozent Zuschuss für U3-Gruppen, Weilheim nur 68 Prozent. Ist das für Sie ein Standortfaktor?

Es ist für die freien Träger gut, wenn die Kommunen höhere Zuschüsse gewähren. Dann können wir den Fokus auf anderes richten und die Gelder für Mitarbeiterqualifikation oder Projekte investieren.

Wie haben sich die Bedingungen für freie Träger in den vergangenen Jahren verändert?

Geändert hat sich wenig. Es ist lediglich schwierig geworden, geeignete Gebäude und Bauplätze zu finden. Wir sind derzeit auf der Suche nach einem neuen Standort in Kirchheim, aber finden nichts. Da muss man eben langfristig planen.

Die Rasselbande Kirchheim ist eine gemeinnützige GmbH. Unter ihrem Dach gibt es außer der Krippe auf dem Egelsberg drei Einrichtungen, zwei davon in Kirchheim, eine in Notzingen. Insgesamt werden in den Gruppen 110 Kinder zwischen null und sechs Jahren betreut.

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