Weilheim und Umgebung

Die Feuerwehr heizt weiter mit der alten Anlage

Erweiterung Einem Umbau des Gerätehauses in Holzmaden steht nichts mehr im Weg.

Das 1989 eingeweihte Feuerwehrmagazin wird saniert.
Das 1989 eingeweihte Feuerwehrmagazin wird saniert.

Holzmaden. Einen ordentlichen Batzen Geld nimmt die Gemeinde Holzmaden in die Hand, um ihr Feuerwehrmagazin zu erweitern und zu sanieren. Die bereits weit über den Erwartungen liegende Kostenschätzung im Februar belief sich auf knapp 790 000 Euro. Jetzt hat der Architekt Marc Stöck­le berechnet, dass das Projekt fast 820 000 Euro kosten wird.

Der Planer war beauftragt worden, nach Einsparpotenzial zu suchen. Das hat er mit vierstelligen Beträgen bei den Bodenbelägen und beim Mobiliar zwar gefunden. Etwas teurer werden dagegen unter anderem die Zimmererarbeiten, da eine zusätzliche Wärmedämmung des Dachs notwendig ist. Noch unklar waren im Februar die Kosten für die Haustechnik. Statt der veranschlagten 105 000 Euro schlagen sie gemäß der Berechnung nun mit 130 000 Euro zu Buche. Dabei handelt es sich um die günstigste Variante. Sie setzt darauf, die bestehende Heizungsanlage weiter zu nutzen.

Ein in Erwägung gezogener Teilabriss des Gebäudes ist vom Tisch, da er aufgrund der Statik unverhältnismäßig teuer wäre. Ebenfalls nicht weiterverfolgt wird die Idee eines Neubaus. Die Kosten dafür beliefen sich auf zwei Millionen Euro.

Eine Unbekannte sind nach wie vor die Ausgaben für den Brandschutz. „Wir haben dafür zwar ein Gutachten, aber wir wissen nicht, was für Forderungen noch vom Landratsamt kommen“, sagte Stöck­le, denn noch liegt die Baugenehmigung nicht vor.

Dieter Fischer von der Freien Wählervereinigung (FWV) befürchtete, dass das gesamte Projekt am Ende rund eine Million Euro kosten wird. „Das Ergebnis der Ausschreibung kennen wir noch nicht“, räumte Bürgermeisterin Susanne Jakob ein. Sie gab sich dennoch optimistisch: „Ich hoffe, dass wir relativ genau liegen.“ Heike Schwarz (FWV) interessierte sich für die Lebensdauer der alten Heizung. Laut Bezirksschornsteinfegermeister gebe es keinen Grund, den Kessel zu wechseln, erklärte der Fachingenieur Gunter Spranz dazu. Er geht davon aus, dass die Anlage noch ein paar Jahre läuft. Michael Thiehoff von der Holzmadener Bürgerliste verlangte eine regelmäßige Information über die Vergaben, um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen.

Bei einer Gegenstimme von Dieter Fischer votierte der Gemeinderat für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses und die Beibehaltung der alten Heizungsanlage. Das Gremium beauftragte die Architekturbüros Renz und Stöckle, genehmigte die Ausschreibung der Aufträge und ermächtigte die Verwaltung mit der Vergabe. Läuft alles glatt, könnten Marc Stöckle zufolge der Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Sommer kommenden Jahres abgeschlossen sein. Anke Kirsammer

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