Weilheim und Umgebung

Die „Kengala“ fangen viele Lacher ein

Theater Bei der Jahresfeier des Schwäbischen Albvereins Bissingen-Nabern gab es die Komödie „Schöne Ferien“ zu sehen.

Auf dem Campingplatz geht‘s rund. Foto: Helga Single
Auf dem Campingplatz geht‘s rund. Foto: Helga Single

Bissingen. „Ein volles Haus“, freut sich Renate Steegmaier, Vorsitzende des Schwäbischen Albvereins Bissingen-Nabern, und ist dabei selbst überrascht. Die Bissinger Gemeindehalle ist ausverkauft, was beinahe den Anschein erweckt, das ganze Dorf sei auf den Beinen. Im Rahmen der Jahresfeier des Albvereins ist die Theatergruppe „Bissinger Kengala“ diesmal nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern Hauptdarsteller.

Während in den vergangenen Jahren immer eine kleine Einlage geboten wurde, keimte diesmal die Idee der kreativen Köpfe, die Jahresfeier zu gestalten. Ein passendes Theaterstück war rasch gefunden. Die Wahl der neun Laiendarsteller fiel auf die Komödie „Schöne Ferien“ nach Bernd Gombold. Seit dem Frühjahr laufen die Proben, nichts wird dem Zufall überlassen. Trotz anfänglicher Skepsis ob des Gelingens sowie Rückschlägen wegen beruflicher Verpflichtungen der Darsteller oder anderer Ausfälle gelingt es der Truppe, eine beachtliche schauspielerische Leis­tung zu zeigen. Die Theatertruppe des Albvereins „Kengala“, der Name ist schwäbisch und meint die Schlingpflanzen im Bissinger See, glänzt mit einer gelungenen komödiantischen Aufführung. „Wir haben alles in Eigenarbeit geleistet. Das Bühnenbild ist selbst gestaltet, die Kostüme sind selbst entworfen und die Regie haben alle irgendwie gemeinsam gemacht“, erklärt Renate Steegmaier, sichtlich stolz auf die Gesamtleistung, „nur der Campingwagen ist von einer anderen Theatergruppe ausgeliehen.“

Die Handlung spielt auf einem Campingplatz, wo es zu Irrungen und Wirrungen kommt. Der neue Nachbar Muffel samt Schwiegermutter sorgt bei den Dauercampern Hansemann für reichlich Ärger. Zum einen stört er mit seinem lauten schwäbisch-prolligen Auftreten die Hansemanns, zum anderen ist er im Dauer-Clinch mit Schwiegermutter und Erziehungsberaterin Frauke, die ihm die modernen pädagogischen Leitlinien, „das Kind im Mittelpunkt des Kosmos“, erklärt. Der „Rote Faden“ in der Geschichte ist eine Diebesbande, die es am Ende jedoch gar nicht gibt. Die „Kengala“ haben viele Lacher eingefangen und wurden dafür mit tosendem Beifall belohnt. Bei so viel Zuspruch dürfte es sicherlich eine Fortsetzung geben. Helga Single

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