Weilheim und Umgebung

Die neue Mensa feiert Premiere

Nächste Woche beginnt der Ganztagsbetrieb am Weilheimer Bildungszentrum Wühle

Am Montag startet das neue Schuljahr – und mit ihm der Ganztagsbetrieb für Fünft- und Sechstklässler im Weilheimer Bildungszentrum Wühle.

Wie ein Neubau wirkt der neue Ganztagstrakt am Bildungszentrum Wühle. Nächste Woche startet dort der Betrieb.Foto: Carsten Riedl
Wie ein Neubau wirkt der neue Ganztagstrakt am Bildungszentrum Wühle. Nächste Woche startet dort der Betrieb.Foto: Carsten Riedl

Weilheim. Insgesamt 18 Kinder werden von der kommenden Woche an das freiwillige Ganztagsangebot am Weilheimer Bildungszentrum Wühle nutzen. Zehn Kinder kommen aus Weilheim, vier aus Holzmaden und der Rest aus Zell unter Aichelberg, Neidlingen und Nabern. Der Großteil der Ganztagsschüler sind Fünftklässler, drei gehen in die sechste Klasse. Sieben von ihnen besuchen die Werkrealschule, elf die Realschule.

Klein anzufangen und Schritt für Schritt zu erweitern, ist von der Stadt gewollt. „In diesem Schuljahr bieten wir die Ganztagsbetreuung nur für die Klassenstufen fünf und sechs an“, sagt Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle. „In den folgenden Jahren erweitern wir dann nach und nach um jeweils eine Klassenstufe.“ Er rechnet fest damit, dass das Interesse der Eltern und Schüler mit der Zeit wächst. „Anfangs ist die Zurückhaltung immer groß. Das war auch so, als wir an der Limburg-Grundschule mit der Ganztagsbetreuung begonnen haben“, weiß der Bürgermeister. Mittlerweile werde das Angebot dort aber stark nachgefragt.

Herzstück der Ganztagsbetreuung am Bildungszentrum Wühle ist die neue Mensa. Wo neun Monate lang gebaut wurde, gehen künftig Ganztagsschüler zum Mittagessen ein und aus. „Gekocht wird hier nicht, es ist ein reines Ausgabesystem“, betont Johannes Züfle. Das Essen wird von einem Catering-Anbieter aus Mühlhausen im Täle geliefert. Insgesamt ist die Mensa am Bildungszentrum für 162 Personen ausgelegt.

Der 600 Qua­dratmeter große Ganztagsbereich ist lichtdurchflutet. Über mobile Wände lassen sich zwei Räume abtrennen: „Die können als Chill-Areas oder zum Hausaufgabenmachen genutzt werden“, so Züfle. Bei Bedarf lässt sich auch alles öffnen. „Dann können zum Beispiel Konzerte der Bläserklasse stattfinden oder auch mal eine Unterstufenversammlung“, weist der Bürgermeister auf die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten hin. Die Cafeteria am Eingang der Werkrealschule wird übrigens auch für das Ganztagsprogramm genutzt.

Als Partner für die Ganztagsbetreuung konnte die Stadt die Familien-Bildungsstätte, den Jugendtreff und die Musikschule gewinnen. Der Schulsozialverein übernimmt die Hausaufgabenbetreuung. Wer sein Kind für die Ganztagsbetreuung anmeldet, kann entscheiden, ob es an drei oder vier Tagen bis 15.30 Uhr zur Schule gehen soll. Für die Betreuung und das Essen wird eine monatliche Gebühr berechnet.

Der Bau der Mensa hat weitere Umstrukturierungen nach sich gezogen. So sind die Fachräume, die vorher im Mensabereich waren, verlegt worden. Zudem werden im ehemaligen Grundschulgebäude künftig in vier Klassenzimmern Realschüler unterrichtet.

„Insgesamt 1,9 Millionen Euro hat die Stadt für den Umbau investiert“, informiert Johannes Züfle. Etwa ein Drittel der Kosten kann durch Landeszuschüsse abgedeckt werden. Aber mit dem Bau allein ist es nicht getan: Auch die Betreuungskosten schlagen zu Buche. Zwar haben die Umlandgemeinden zugestimmt, für „ihre“ Kinder, die die Weilheimer Ganztagsschule besuchen, zu bezahlen. „Sie schießen 600 Euro pro Kind und Jahr zu“, sagt Johannes Züfle. Das sei aber keineswegs kostendeckend: „Tatsächlich fallen 1 500 Euro pro Kind und Jahr an.“

Info

Am Samstag, 25. September, sind alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür ins Bildungszentrum Wühle eingeladen. Es gibt Informationen rund um das Ganztagsangebot und Kaffee und Kuchen in der neuen Mensa.

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