Weilheim und Umgebung

Die Sanierung ist abgeschlossen

Ortskern Nach fast einjähriger Bauzeit erstrahlt das Kelterareal in Bissingen in neuem Glanz – einige Monate früher als ursprünglich gedacht. Die Gemeinde investiert 1,4 Millionen Euro in das Großprojekt.

Die Baustellenfahrzeuge gehören jetzt nicht mehr zum Straßenbild im Bissinger Kelterareal. Die 1,4 Millionen Euro teure Sanierun
Die Baustellenfahrzeuge gehören jetzt nicht mehr zum Straßenbild im Bissinger Kelterareal. Die 1,4 Millionen Euro teure Sanierung konnte mehrere Monate vor dem Zeitplan abgeschlossen werden. Foto: Gemeinde Bissingen

Die Sanierung des Kelterareals in Bissingen steht kurz vor dem Abschluss: Die Baustelle endet in diesen Tagen „erfolgreich und vor allem einige Monate vor der ursprünglichen Bauzeitenplanung“, teilt Bürgermeister Marcel Musolf mit. Die durch das Land geförderte Ortskernsanierung III bietet in Bissingen unter anderem die Möglichkeit, den Kelterplatz, die Kelterstraße sowie Teilbereiche der Hintere Straße zu sanieren und „mit neuen Ideen in die Zukunft zu führen“. Ziel der Gemeinde ist es, mit diesem Großprojekt die Wohnqualität im Ortskern zu verbessern und eine nachhaltige Attraktivitätssteigerung durch eine ansprechende Gestaltung des Wohnumfelds zu erreichen. Außerdem geht es um den Substanzerhalt der öffentlichen Infrastruktur.

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Der Gemeinderat hat nach einem intensiven Planungs- und Beteiligungsprozess den Baubeschluss für ein Investitionsvolumen der Gemeinde in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro im Frühjahr 2017 gefasst; Baubeginn war im Sommer 2017. Vorgeschaltet waren zwei Bürgerinformationsveranstaltungen sowie die Möglichkeit einer Online-Beteiligung. „So konnten die Bürger ihre Ideen und Anregungen einbringen, was rege genutzt wurde“, betont der Bürgermeister.

Zahlreiche Modernisierungen

Eine Kirchheimer Straßenbaufirma hat die Arbeiten in den vergangenen zehn Monaten zügig umgesetzt. Neben den Straßen- und Platzbauarbeiten sind in diesem Zusammenhang auch die im Untergrund vorhandenen Versorgungsleitungen erneuert und die seitherigen Freileitungen der Straßenbeleuchtung durch neue Laternenmaststandorte ersetzt worden. Die Straßenbeleuchtung ist auf energiesparende LED-Technik umgestellt worden.

Um für die digitale Zukunft gerüstet zu sein, hat die Gemeinde ein vollständiges Leerrohrverbundnetz mit späterer Glasfaseranschlussmöglichkeit aller angrenzenden Grundstücke verlegt. Auch umfangreiche Arbeiten der Netze BW am Strom- und Gasnetz sind mit den Baumaßnahmen am Kelterareal erfolgt. Um Zukunftsfähigkeit ist es auch bei Privatisierungsmaßnahmen von öffentlichen Flächen gegangen, die an private Grundstücke angegliedert wurden. Historisch bedingt gibt es im Ortskern oft ungünstige Grundstückszuschnitte für Wohnhäuser, informiert Musolf. „An einigen Stellen war es möglich, nicht mehr für öffentliche Zwecke benötigte Flächen an private Anlieger zu veräußern, um Garten-, Zufahrts- und Stellflächen auf Privatgrundstücken zu schaffen und dabei auch die Zuschnitte der Grundstücke zu verbessern.“

Die Gemeinde als Bauherrin geht davon aus, dass sich auch die Kosten in den kalkulierten Dimensionen bewegen werden. Signifikante Abweichungen, die zu erheblichen Mehrbelastungen führen, sind nicht aufgetreten. pm