Weilheim und Umgebung

Ein Dankeschön mit Braten und Rockmusik

Feier Mit ihrem vierten Helfer- und Ehrenamtsfest bedankt sich die Gemeinde Neidlingen bei den Aktiven.

Die Neidlinger Rockband „Soundjack“ heizte beim Helfer- und Ehrenamtsfest ordentlich ein.Foto: Peter Dietrich
Die Neidlinger Rockband „Soundjack“ heizte beim Helfer- und Ehrenamtsfest ordentlich ein.Foto: Peter Dietrich

Neidlingen. Wenn sich ehrenamtlich Aktive irgendwo treffen, ist das manchmal tückisch: Schnell wird die Gemütlichkeit unterbrochen, weil es doch wieder irgendwo anzupacken, zu servieren oder etwas zu organisieren gilt. Deshalb war die Gemeinde Neidlingen bei ihrem vierten Helfer- und Ehrenamtsfest konsequent: Für das Essen und alles Drumherum sorgten der Lammwirt Max Eberhardt mit seinem Team sowie die Rathausmitarbeiter. „Lieber mager oder mit Schwarte?“ - Jeder wurde nach seinem Geschmack bedient. Auch beim Schnaps nach dem Mahl gab es viele Sorten zur Auswahl, er wurde vom Rathausteam ausgeschenkt. Die Vereine ließen es sich aber dennoch nicht nehmen, als Nachtisch leckeren Kuchen und Gebäck beizusteuern.

Anfangs war der Andrang in der Reußensteinhalle etwas zögerlich, mit 19 Uhr am Freitagabend war das Fest für fleißige Schwaben womöglich zu früh angesetzt. Doch dann wurde es immer voller. Rund 120 Besucher hatten sich versammelt. Musik hören oder ausgiebig miteinander reden, auch über die jeweiligen Vereinsgrenzen hinweg, ohne dabei brüllen zu müssen - das war beim Helferfest kein Entweder-oder, sondern ein Nacheinander. Erst später begann die junge Rockband „Soundjack“, die Besucher mit druckvollem Rock zu unterhalten. Rock, der nicht nur klassisch handgemacht war, sondern auch aus lokalem Anbau stammt: Die Rockband „Soundjack“ ist ein eigenes Gewächs aus Neidlingen und Umgebung.

So ein Helferfest, betonte Bürgermeister Klaus Däschler zu Beginn, könne bei Weitem nicht aufwiegen, was jeder Einzelne das ganze Jahr über für die Dorfgemeinschaft leiste. Aber es solle eine Anerkennung sein. „Sie sind da, wenn Sie gebraucht werden. Wenn es zum Schwur kommt, können wir auf Sie zählen.“ Das Neidlinger Vereinsleben habe einen besonderen Stellenwert. Und das nachhaltig: Die Ortsgruppe Neidlingen des Schwäbischen Albvereins habe vor Kurzem ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert, die Volkstanzgruppe 50 Jahre. In den Vereinen wirkten Jung und Alt zusammen, das sei ein gutes Zeichen für die Zukunft. Ein Beleg dafür sei die Verleihung eines der Ersten Preise des Ehrenamtspreises von Kreissparkasse und Teckboten an Johannes Hepperle.

Auf dem Schreibtisch des Bürgermeisters steht dauerhaft ein Kompass, ein Geschenk einer jungen Kollegin. Wenn nötig, so Klaus Däschler, müsse eine Gemeinde sichere Häfen auch wieder verlassen und sich an neue Ufer begeben. „Durch Ihre Mithilfe bleibt die Gemeinde manövrier- und steuerbar.“

Das Helferfest war keine Bürgerversammlung, trotzdem gab Klaus Däschler kurz und knapp einen Überblick über ein paar aktuelle Entwicklungen, beispielsweise die inzwischen genehmigte Gemeinschaftsschuppenanlage, die Sanierung der L 1 200 nach Weilheim im März 2019, das betreute Wohnen, das sich in der Endphase der Planung befinde und die Erschließung der zwei Baugebiete „Schießhütte“ und „Haldenwiesen“.

Doch warum immer nur über Aufgaben und Probleme reden. Bühne frei für „Soundjack“: „Es geht mir gut!“ Das blieb bis nach Mitternacht so, Platz zum Tanzen war in der Reußensteinhalle ausreichend vorhanden. Peter Dietrich

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