Weilheim und Umgebung

Ein Zuviel gibt es nicht

Ob nun im Privatleben oder in der Politik: Ärger gibt es immer wieder, wenn zu wenig geredet wird. Den Vorwurf mangelnder Kommunikation und schlechter Informationspolitik in Sachen Ganztagsschule müssen sich nun auch Ohmdens Bürgermeister Martin Funk und Schulleiterin Gabriele Seitz gefallen lassen. Beide versichern, sie hätten Eltern und Gemeinderäte stets umfassend informiert. Das mag aus ihrer Sicht auch stimmen. Aber wenn die Wahrnehmung einiger Eltern und Gemeinderatsvertreter eine andere ist, dann ist etwas schiefgelaufen.

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Statt auf ihrer Position zu beharren und die Ansicht zu vertreten, dass die Eltern schließlich auch auf sie hätten zukommen können, sollten sich Schulleitung und Rathauschef Gedanken darüber machen, wie sie ihre Kommunikation verbessern können.

Gelingt das nicht, gerät das gute und zukunftsweisende Projekt Ganztagsschule in Ohmden immer mehr in Verruf. Das schadet nicht nur dem Miteinander im Dorf, sondern gefährdet auch das Projekt. Denn, wie die Verantwortlichen selbst mehrfach betont haben: Letzten Endes entscheiden die Eltern mit den Anmeldungen, ob es eine Ganztagsschule geben wird oder nicht. Ein Zuviel an Kommunikation kann es da nicht geben, wohl aber ein Zuwenig. Und das gilt übrigens nicht nur fürs Thema Ganztagsschule.

BIANCA LÜTZ-HOLOCH