Weilheim und Umgebung

Entscheidende Signale

Miteinander reden ist das A und O. Insofern ist es der einzig richtige Weg, den Bürgermeister Johannes Züfle gewählt hat: nämlich Vertreter der einstigen Bürgerinitiative mit an den Runden Tisch zur Zukunft der Hallen und Bäder zu bitten. Denn nur gemeinsam mit ihnen wird es möglich sein, eine Lösung zu finden, die ein Großteil der Weilheimer Bürger mitträgt. Gleichzeitig muss man den Vertretern der Bürgerinitiative Anerkennung zollen, dass sie sich gesprächsbereit zeigen, sich konstruktiv einbringen und in einigen Punkten auch einlenken.

So erfreulich das alles ist – schon jetzt ist absehbar, dass sich an der Limburghalle wieder die Geister scheiden. Insbesondere in der Frage, ob ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben werden soll, sind die Bürgerinitiative und die Stadtverwaltung uneins.

Aber ganz unabhängig davon, wie gut die Gespräche am Runden Tisch verlaufen, sind zwei weitere Faktoren ausschlaggebend für den Weg, den Weilheim in Sachen Hallen und Bäder beschreitet. Zum einen geben die Finanzen vor, was überhaupt möglich ist. Aktuelle Zahlen soll es in Kürze geben. Und zum anderen ist es letzten Endes immer der Gemeinderat, der die Entscheidungsgewalt über das weitere Vorgehen hat.

Mit den Beschlüssen, die er in naher Zukunft zu fällen hat, entscheidet er aber nicht nur über Fakten. Die Stadträte müssen sich darüber bewusst sein, dass die Signale, die sie aussenden, dazu beitragen können, den Friedensprozess in Weilheim weiter voranzutreiben oder alte Konflikte neu zu schüren.

Kommentar Bianca Lütz-Holoch zum Runden Tisch

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