Weilheim und Umgebung

Es hat „Zoom“ gemacht

Bahnstrecke Lenningen-Brucken
Foto: Jean-Luc Jacques

Kommentar Tausendmal berührt, tausendmal ist nix passiert, rockte Klaus Lage. Zwar nicht Tausende, aber doch schon einige Studien gab es zur Schienenverbindung Kirchheim-Göppingen, die ersten vor über 20 Jahren. Passiert ist sonst nichts - von den treuen Aktiven des Vereins „Ein neuer Zug im Kreis“ einmal abgesehen. Damit es nun endlich „Zoom“ macht, wird es Zeit für einen „Kümmerer“, der das Projekt politisch voranbringt. So wie die Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn von Weil der Stadt nach Calw erst dann aufs Gleis kam, als der dortige Landrat Geld in die Hand nahm und für einen solchen Kümmerer sorgte. Außerdem sollten die Kommunen und die beiden Landkreise über alle Demarkationslinien hinweg für eine detaillierte Machbarkeitsstudie sorgen. Sie kann auf dem aufbauen, was bisher schon untersucht wurde, und sollte einen Betrieb als Eisenbahn oder Stadtbahn vergleichen und auch die Teckbahn einbeziehen. Aber kämpft die Hermann-Hesse-Bahn nicht noch mit den Fledermäusen? Ja, aber das kann zwischen Göppingen und Oberlenningen mangels Tunnel nicht passieren. Auch sonst hat die Strecke nur wenige teure Kunstbauten. Dieses vielversprechende Projekt könnte nicht an Fledermäusen scheitern, sondern nur an politischer Untätigkeit. Das wäre wirklich schade.


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