Weilheim und Umgebung

Etappensieg für Amtsinhaber

Auch wenn Johannes Züfle noch nicht wiedergewählt ist: Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl am gestrigen Sonntag ist ein Etappensieg für den Amtsinhaber.

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Spätestens seit dem Bürgerentscheid zur Hallenfrage war Unterstützern ebenso wie Kritikern klar, dass der Stuhl des Rathauschefs wackelt. Die Vorwürfe an ihn: Johannes Züfle habe das Ohr nicht am Bürger, zeige wenig Fingerspitzengefühl und verfolge seine Ziele ungeachtet aller Wünsche und Proteste aus der Bevölkerung.

Dass er nun im ersten Wahlgang trotzdem bei fast 50 Prozent gelandet ist, seine beiden schärfsten Kontrahenten Hendrik van Woudenberg und Michael Holz weit hinter sich gelassen hat und damit besser abgeschnitten hat als von vielen erwartet, lässt verschiedene Interpretationsansätze zu.

Entweder weiß ein Großteil der Weilheimer die Verwaltungskompetenz des jungen, zielstrebigen Diplom-Verwaltungswirts doch zu schätzen - auch wenn die Chemie nicht immer ganz gestimmt hat.

Oder es hat an wirklich überzeugenden Gegenkandidaten gefehlt. Denn keiner der Herausforderer hat eine Verwaltungsausbildung. Beispiele aus anderen Städten zeigen auch, dass es ab einem bestimmten Alter schwierig ist, neu ins Bürgermeisteramt gewählt zu werden.

Im zweiten Wahlgang in zwei Wochen wird der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnen. Ob das Johannes Züfle sein wird, ist zwar keineswegs sicher. Der gestrige Wahltag hat jedoch gezeigt, dass seine Chancen nicht schlecht stehen.