Weilheim und Umgebung

Etwas Besonderes zum Geburtstag

Der Chor „anima musica“ feiert mit grandiosem Gala-Konzert sein 20-jähriges Bestehen

Konzert in der Reu?ensteinhalle Neidlingen zum 20j?hrigen bestehen von anima musica, Neidlingen,  anima musica,  Liederkranz Nei
Konzert in der Reu?ensteinhalle Neidlingen zum 20j?hrigen bestehen von anima musica, Neidlingen, anima musica, Liederkranz Neidlingen

Neidlingen. Etwas Besonderes hat sich der Frauenchor „anima musica“ – einer von vier Chören des Liederkranzes Neidlingen – zum Geburts

tag geschenkt: ein Jubiläumskonzert in der Reußensteinhalle. Die Chöre und der Bariton Matthias Nenner sangen sich in die Herzen der Zuhörer. Unter der Leitung von Gabriele Grabinger wurde anspruchsvolle Chormusik dargeboten.

Ehe der Liederreigen unter dem Thema „Sommernachtsträume“ startete, beglückwünschten Brigitte Hepperle vom Liederkranz und Bürgermeister Klaus Däschler den Chor zum 20. Geburtstag. Die 25 Sängerinnen von „anima musica“ streuten sogleich mit dem Lied „Come celebrate this day“ die gewollte Botschaft in den voll besetzten Saal: „Lasst uns heute feiern“. Dem kam die Festgemeinde gerne nach.

Mit den Stücken „Amate mi ben mio“ und „Lacrimoso“ hielten die Sängerinnen weitere Leckerbissen parat. Neben der souveränen Stabführung durch Gabriele Grabinger, die seit 2011 Chorleiterin ist, trug ihr Ehemann Peter Grabinger viel zur Performance bei. Der Pianist spielte exzellent und setzte durch sein Klavierspiel Vortragende und Lieder bestens in Szene. Dies kam besonders bei „Panis angelicus“ zum Vorschein.

Dass der Verein für die Zukunft vorgesorgt hat, bewiesen die „Sweet Cherries“. Der Mädchenchor des Liederkranzes sang vier Lieder und stellte unter Beweis, dass der Frauenchor wohl auch in 20 Jahren noch zu hören sein wird. Die von Sofia Neroladakis geführten zwölf Jungsängerinnen wagten sich sogar an schwierige Stücke wie „Shake it off“ von Taylor Swift, das durch die Gitarrenbegleitung eine besondere Note erhielt.

Moderator Martin Seidler, vielen bekannt durch den Südwestrundfunk, führte gekonnt durch den Abend und kündigte den Stargast des Abends, Bariton Matthias Nenner, an. Der Sänger am Staatstheater Stuttgart überzeugte mit einem Solo vom „Musensohn“, den Franz Schubert vertont hatte. Auch bei weiteren Solostücken wie „Ungeduld“ und „Caro mio ben“ heimste der begnadete Sänger Beifallsstürme ein.

Solide Liedvorträge prägten den gemeinsamen Auftritt des Gemischten Chors und von „anima musica“. Die ans Herz gehenden Weisen „A Liadl“, „Erlaube mir, feins Mädchen“ (Johannes Brahms) und „Irischer Segensgruß“ waren ganz nach dem Geschmack des Publikums. Grabinger stellte Brahms Lied als Metapher dar, die auf romantisch verklärte Weise eindeutiges Handeln zeige. In amüsanten Dialogen mit ihrem Ehemann und dem Moderator wurde der wahren Intention des Stücks Rechnung getragen.

Dann war erneut „anima musica“ allein an der Reihe und bot mit der Trilogie „Ich weiß nicht, was soll das bedeuten“, „Heimliche Liebe“ und „Weit, weit weg“ deutsches Liedgut perfekt gesungen. Bei letzterer Melodie, eine der bekanntesten des Hubert von Goisern, durfte getreu Ansage der Dirigentin sogar im Saal mit gesummt werden. Später ließen es die Sängerinnen internationaler angehen, wobei „Power of love“ den größten Eindruck hinterließ.

Nach der Pause, in der vom Liederkranz ein Bufett für alle Gäste angeboten wurde, überbrachte der Moderator in einer Art Sprechgesang über Erich Kästners „Die 13 Monate“ sein persönliches Geburtstagsgeschenk an den Chor. Seidler war es ebenfalls, der mehrere Damen auf der Bühne zu besonderen Erlebnissen während der 20-jährigen Geschichte befragte. Wie vielfältig der Frauenchor aufgestellt ist, zeigte sich auch bei den Liedern „Trgnala“, einem mazedonischen Volkslied, „Shout to the Lord“ und „Shoshone love“. Den größten Applaus erhielten die „ani­mas“ bei der Weise „The rose“, die 1979 geschrieben und von Bette Middler interpretiert worden war.

Weitere Klassiker wie „Can you feel the love tonight“ und „You raise me up“ wurden sämtlich gekonnt intoniert. Dabei sprach Dirigentin Gra­binger dem Chor ein großes Lob aus: „Eigentlich muss ich kaum dirigieren“, merkte Grabinger augenzwinkernd zur Disziplin ihrer engagierten Sängerinnen an. Zum Programmschluss kamen mit dem Lied „World anthem“, einer Hommage an den Weltfrieden, die großen Gefühle.

Nach zwei Zugaben ging ein großartiger Konzertabend zu Ende, der dem Liederkranz und seiner „anima musica“ zur Ehre gereicht.

Die „Sweet Cherries“ (großes Foto) und „anima musica“ begeisterten die Zuhörer in der Reußensteinhalle in Neidlingen. Fotos: Mar
Die „Sweet Cherries“ (großes Foto) und „anima musica“ begeisterten die Zuhörer in der Reußensteinhalle in Neidlingen. Fotos: Markus Brändli
Anzeige