Weilheim und Umgebung

Evolutionspädagogik und Evopäd-Parcours

Die Evolutionspädagogik arbeitet eng mit der Hirnforschung zusammen und geht davon aus, dass jeder Mensch verschiedene Entwicklungsstufen durchläuft – vom Fisch über die Amphibie und den Affen bis hin zum modernen Menschen. Evolutionspädagogen machen die rasante Entwicklung der modernen Zeit dafür verantwortlich, dass Menschen ins Ungleichgewicht geraten. Weil manche Stufen zu gering ausgeprägt sind, können Probleme entstehen, etwa Konzentrations- und Lernschwierigkeiten, aggressives Verhalten, Depressionen und Ängste. Am Evopäd-Parcours lassen sich die unterschiedlichen Stufen trainieren, um zu mehr innerem Gleichgewicht zu gelangen. Der Weilheimer Evolutionspädagogin Gabriele Sorwat zufolge sind oft die niedrigen Stufen wie Fisch, Amphibie und Reptil zu wenig ausgeprägt. Andere – wie die Affenstufe – werden dagegen durch Spielplatz-Besuche und Ballspiele vor allem bei Kindern oft „übertrainiert“, was zu Verhaltensproblemen führen kann. An diesem Punkt hat übrigens auch die Altenburgschule in Stuttgart angesetzt und sich einen eigenen Evopäd-Parcours zugelegt – offenbar mit positiven Auswirkungen auf Sozial- und Lernverhalten.bil


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