Weilheim und Umgebung

Feuerwehrhaus soll Anbau bekommen

Modernisierung Weil die beengten Verhältnisse Gefahren für die Einsatzkräfte bergen, sind in Weilheim Umbaumaßnahmen geplant. Es fehlen Umkleidekabinen. Von Bianca Lütz-Holoch

Kurze Ausrückzeiten, genügend Mitglieder und der Nachwuchs schon in den Startlöchern: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim läuft es rund – zumindest was den Brandschutz und die Feuerwehrarbeit angeht. Zu wünschen lässt dagegen die Situation im Gebäude übrig. Dort sehen Kommandant Norbert Wahl, Bürgermeister Johannes Züfle und Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich Handlungsbedarf.

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„Unser Wunsch ist es, einen Anbau zu erstellen“, sagt Feuerwehrkommandant Norbert Wahl und schildert die Hintergründe: „Wir haben keine Umkleidekabinen.“ Stattdessen ziehen sich die Einsatzkräfte an ihren Spinden direkt hinter den Fahrzeugen um – Männer ebenso wie Frauen. Das ist nicht nur unkomfortabel, sondern birgt echte Gefahren: „Wenn da mal jemand in der Hektik den Rückwärtsgang einlegt, kann es schlimm ausgehen“, so Wahl. Außerdem stehen diejenigen, die sich umziehen, mitten in den Abgasen. In den kleinen Spinden lässt sich durchnässte Kleidung kaum trocknen. „Mit einem Anbau würde endlich die Trennung von Fahrzeugen und Umkleiden gelingen“, sagt Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle. Auch die Vorgabe, getrennte Duschen und Umkleiden für Männer und Frauen bereitzustellen, würde damit erfüllt. Auf der frei werdenden Fläche hinter den Fahrzeugen ließen sich künftig Geräte und Ausrüstung vorbereiten. „Das passiert bisher alles auf dem Boden“, so Wahl.

Auf der Agenda steht außerdem ein neuer Raum für die Jugendfeuerwehr im Untergeschoss. „Die Jugendlichen ziehen sich im Moment an ihren Spinden im Flur um“, schildert Wahl und fügt hinzu: „Das ist eigentlich nicht mehr zulässig.“ Mittelfristig ist außerdem geplant, den alten Teil des Feuerwehrhauses umzubauen. „Dort ist es so eng, dass man kaum in die geparkten Fahrzeuge einsteigen kann.“ Auch der Einbau eines Aufzugs ist vorgesehen, um das Feuerwehrhaus behindertengerecht zu gestalten und Lasten einfacher befördern zu können.

Nicht zuletzt braucht die Feuerwehr dringend ein neues Löschfahrzeug für den Ortsteil Hepsisau. „Das stand eigentlich erst für 2019 an“, so Norbert Wahl: „Aber das alte LF 8/6 rostet jetzt schon.“ Angeschafft werden soll das neue Fahrzeug, sobald Zuschüsse gewährt werden. Und auch dann ist die Auswahl nicht ganz einfach, wie der Kommandant verdeutlicht. „Es müssen neun Leute reinpassen, aber es darf nicht länger als sieben Meter sein, damit es noch in die neue Garage in Hepsisau passt.“