Weilheim und Umgebung

Gefiederte Glücksboten sind zurück

Tierschutz Die Nabu-Gruppe Teck ruft zur Teilnahme an der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ auf.

Der Nabu setzt sich für den Schutz der Schwalben ein. Foto: pr
Der Nabu setzt sich für den Schutz der Schwalben ein. Foto: pr

Region. Jedes Jahr im April und Mai kehren Mehl- und Rauchschwalben aus ihren afrikani­schen Überwinterungsgebieten zurück, um in den hiesigen Dörfern und Städten zu brüten. Darauf weist die Teck-Gruppe des Naturschutzbundes in einem Schreiben hin. „Auch in Kirchheim und der Umgebung werden die ortstreuen Mehl- und Rauchschwalben ihre Brutplätze wieder beziehen“, betont der Nabu. Dafür mussten die Langstreckenzieher teils mehr als 12 000 Flugkilometer hinter sich bringen. Diese unglaubliche Leis­tung der nur zwölf bis 18 Zentimeter großen Vögel gehört in den Augen der Naturschützer belohnt. Mit Nistplätzen und einer attraktiven, insektenreichen Natur können die Frühlingsboten gut in die Brutsaison starten.

Kunstnester helfen den Vögeln

Doch so zahlreich wie früher sind die Schwalben laut Nabu nicht mehr. Ihre Zahl geht seit vielen Jahren zurück. Eine der Hauptursachen ist der Verlust an Brutmöglichkeiten. In Dörfern und Städten verschwinden zusehends Nester durch Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden. „Doch jeder kann mit dem Anbringen von Kunstnestern Schwalben unterstützen. Zu beachten ist bei den Mehlschwalben, dass die Nester direkt unter einem Dachvorsprung angebracht werden, ein freier Anflug gewährleistet ist und keine Bäume und Sträucher in unmittelbarer Nähe der Nester stehen“, erklärt die Teck-Gruppe. Um Verschmutzungen am Boden zu vermeiden, können Bretter unter den Nestern angebracht werden. Diese sollten jedoch einen Abstand von mindes­tens 60 Zentimeter haben.

Speziell Landwirte ruft der Nabu auf, den Schwalben ihr Hoftor zu öffnen. Die Rauchschwalbe, gut erkennbar an ihren langen Schwanzspießen und der braunroten Färbung an Kehle und Stirn, nistet gern in Ställen und Scheunen. Jedoch machen der Insektenschwund, verstärkte Hygiene­anforderungen in Ställen und die starke Versiegelung der Landschaft den Vögeln zu schaffen.

Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ macht der Nabu seit Jahren auf die Not der Schwalben aufmerksam. Menschen, die sich für Schwalben engagieren und Kunstnester anbringen, werden mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Wer Fragen zur Anbringung von Nestern hat, kann sich an die Teck-Gruppe wenden. pm

Bewerben können sich Hausbesitzer unter www.nabu-bw.de/schwalbenfreundlicheshaus oder unter info@nabu-teck.de

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