Weilheim und Umgebung

Gelassener und disziplinierter Umgang mit dem Corona-Virus

Markt in Weilheim in Coronazeiten,
Markt in Weilheim in Coronazeiten,

Seit dem 14. Jahrhundert besitzt Weilheim das Stadt- und somit auch das Marktrecht. Seit jeher haben Märkte einen hohen Stellenwert im Leben der Einwohner einer Stadt oder Gemeinde. Zur Nahrungsmittelbeschaffung und zum Informationsaustausch - sprich einkaufen und ein Schwätzle halten. Daran hat sich in den vergangenen Jahrhunderten wenig geändert, lediglich die Rahmenbedingungen ändern sich gelegentlich. Das Corona-Virus zwingt auch in der Limburgstadt die Menschen zu einem veränderten und somit angepasstem Verhalten. Beim Wochenmarkt auf dem Weilheimer Bertoldsplatz am vergangenen Samstag war das deutlich sichtbar: allenthalben ein Schild mit der Bitte den Abstand zu wahren, um dem Coronavirus ein Schnippchen zu schlagen. Die dadurch verlängerten Warteschlangen zwingen die Marktbesucher gelegentlich zum Slalomlauf um die anderen Kunden, der grundsätzlich guten und gelassenen Stimmung schadet das aber keineswegs. Das kleine Schwätzle wird entweder auf Nach-Corona-Zeiten vertagt oder in kleinerer Besetzung und mit passendem Zwischenraum an den Rand des Platzes verlegt. Bei strahlendem Sonnenschein ließen sich viele Weilheimer nicht vom Besuch des Marktes abhalten. Schließlich will man sich Gurken und Co. weiterhin schmecken lassen. Beim Bezahlen am Marktstand wird das Geld auf den Tisch oder ein Tablett gelegt anstatt in die Hand. „Im Großen und Ganzen haben wir uns mit der Situation gut arrangiert“, erzählt eine Standbetreiberin. „Viele Händler profitieren von der gestiegenen Nachfrage nach lokalen, frischen Produkten. Es wäre schön, wenn diese Solidarität auch nach der Krise weiter besteht“, wünscht sie sich. Text und Foto: Markus Brändli


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