Weilheim und Umgebung

Gleitsegler können weiter starten

Freizeit Neidlingen hat den Pachtvertrag mit den Gleitschirmfliegern um zwei Jahre verlängert. Das liegt auch daran, dass sie sich umsichtig benehmen. Von Peter Dietrich

Am Neidlinger Startplatz dürfen die Gleitschirmflieger weiterhin in die Luft gehen. Der Gemeinderat hat den Pachtvertrag bis End
Am Neidlinger Startplatz dürfen die Gleitschirmflieger weiterhin in die Luft gehen. Der Gemeinderat hat den Pachtvertrag bis Ende 2021 verlängert. Foto: Daniela Haußmann

Der Startplatz der Neidlinger Gleitschirmflieger ist für weitere zwei Jahre gesichert. Das hat der Gemeinderat entschieden. Den Gleitseglern einen Startplatz zu verpachten, sei „von der Gemeinde ein ganz großes Entgegenkommen“, betonte Ranger Martin Gienger von der Naturschutzbehörde. Aber er nannte auch die Vorteile: Seit es am Neuffen zwei legale Startplätze gebe und in Neidlingen einen weiteren, seien illegale Starts Geschichte. Früher hatte es deshalb unter anderem am Breitenstein Probleme gegeben. Was Martin Gienger noch aufgefallen ist: „Das Gelände ist immer sehr sauber.“ Der vorgeschriebene 200-Meter-Abstand zum Brutplatz werde recht gut eingehalten. Der Delta- und Gleitschirmclub DGCW Neidlingen bringt dafür jedes Jahr die nötige Luftbildkarte an. Er hat auch ein verpflichtendes Startbuch angelegt und ist erstaunt, dass es pro Jahr etwa 1000 Starts gibt. Die Besucherzahl ist deutlich geringer, denn viele starten mehrfach.

Revierförster Markus König bestätigte Giengers positive Einschätzung. Bürgermeister Klaus Däschler unterstrich aufgrund von regelmäßigen Gesprächen, wie gewissenhaft der Club vorgehe. Dennoch hat Gemeinderat Matthias Klein (NWV) wilde Landungen abseits des Landeplatzes beobachtet. Dies könne, so der Erste Vorsitzende des Clubs, Michael Limbächer, in Einzelfällen eine Notlandung nach einem weiter entfernten Flug sein. Manche wollten aber ganz einfach in der Nähe einer Straße landen. „Wir verwarnen sie und erteilen auch Flugverbote.“ Kritisch sind die Zeiten, in denen niemand vom Club am Startplatz ist. Manchmal starten dann Gäste ohne eine Einweisung, obwohl die Beschilderung das verbietet. „Um das zu verhindern, müsste man den Startplatz mit einer Schranke absperren“, sagte Michael Limbächer.

Die Pacht hat die Gemeinde erstmals seit 2000 erhöht, dafür recht deutlich, sie richtet sich nach der Zahl der Mitglieder und beträgt nun jährlich mindestens 750 - statt zuvor 500 Euro. Der Vertragsentwurf sah eine Verlängerung um fünf Jahre vor. Gemeinderat Hans Hepperle (WUB) stellte den Antrag, den Vertrag nur um zwei Jahre zu verlängern. Er findet es ratsam, dass der Club nach zwei Jahren erneut im Gemeinderat Rede und Antwort steht. Dieser Antrag fand eine Mehrheit, der verlängerte Pachtvertrag gilt also von Anfang 2020 bis Ende 2021.

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