Weilheim und Umgebung

Gräser auf meditative Art schneiden

Naturschutz Heinz Wiedmann aus Wiesensteig mäht leidenschaftlich gerne mit der Sense. Der ausgebildete Sensenlehrer gibt auch Kurse. Von Heike Siegemund

Heinz Wiedmann weiß, wie man die Sense richtig schwingt. Foto: Heike Siegemund
Heinz Wiedmann weiß, wie man die Sense richtig schwingt. Foto: Heike Siegemund

Es ist eine alte Tradition, die man nicht mehr oft sieht: das Mähen mit der Sense. Doch Heinz Wied- mann aus Wiesensteig schwört auf diese Methode des Mähens. Der 61-Jährige arbeitet leidenschaftlich gerne mit der Sense, ist sogar ausgebildeter Sensenlehrer und gibt Kurse für Interessierte.

Ist es möglich, eine Wiese oder einen Rasen fast lautlos und ohne Anstrengung zu mähen und ohne Lärm und Benzin-Abgase hohes wie auch nasses Gras zu schneiden, fragt Wiedmann und gibt sogleich die ...

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Seit 30 Jahren im Umweltschutz tätig

Der Sensenlehrer ist Mitglied der Sensenvereine Deutschland und Österreich und hat seine Ausbildung in Österreich absolviert.

Die Prüfung legte der Wiesensteiger im Jahr 2017 ab. Seither gibt er vor allem im Taubertal, Ostalbkreis und in Bayern Kurse - meist Kombikurse Mähen und Dengeln. Dabei hilft zum Teil auch sein Sohn mit, der ebenfalls Sensenmäher ist. Auf Anfrage bietet Heinz Wiedmann auch Einzelcoaching für Interessierte in der Region an.

Im Umweltschutz engagiert sich Heinz Wiedmann seit 30 Jahren unter anderem als Naturschutzwart im Oberen Filstal und als Vertreter des Alpenvereins im Landes-Naturschutz-Verband, Arbeitskreis Göppingen. Außerdem ist er Gründungsmitglied der Bergschutzorganisation „Mountain Wilderness“ Deutschland und Österreich.

Bei seinen Kursen seien mittlerweile über die Hälfte der Teilnehmer Frauen; etwa 30 Prozent kämen aus dem Umfeld der Imker. „Viele haben eine eigene kleine Obstwiese, die sie naturnah mähen wollen.“ Es sei nicht ideal für die Bienen, in der Nähe von Bienenstöcken mit einem Freischneider zu mähen. hei