Weilheim und Umgebung

Hoffen auf Busse im Nachbarkreis

Verkehr Bad Boll drängt auf Vernetzung mit dem Raum Kirchheim. Nach Göppingen soll ein Halbstundentakt kommen.

Bad Boll. Ein Expressbus nach Kirchheim wäre für den Gemeinderat Bad Boll die Lösung. Es gibt viele Pendler und Verflechtungen in den Raum Kirchheim hi­nein, Busverbindungen seien Mangelware. Doch der Expressbus kommt nicht. Er würde den Kreis geschätzt 800 000 Euro im Jahr kosten - finanziell fast unmöglich. Doch Kreis-Verkehrsplaner Jörg-Michael Wienecke kann neue Hoffnung machen. Eine Verbindung nach Kirchheim solle kommen, das sei Vorgabe für den künftigen Nahverkehrsplan. Nur stehe man vor der Schwierigkeit, die Nutzer in der Fläche einzusammeln. Wenn man den Bus über Holzmaden, Ohmden oder auch Schlierbach führe, sei das für den einen günstig und für den anderen nicht. Über Weilheim sei es zu weit. Weilheim selbst soll künftig im Stundentakt angefahren werden. Es gibt Schülerverkehr über die Kreisgrenze hinweg, die Zähringerstadt hat auch Ausstrahlung in die umliegenden Orte. Wienecke betont: Ein Stundentakt sei eine Sensation im Vergleich zu jetzt. Nach Göppingen soll ein Halbstundentakt kommen.

Dauerbrenner im Regionalverkehrsplan: Die alte Boller Bahnlinie soll bis Kirchheim verlängert werden - ganz im Sinne von Bad Boll. Der Gemeinderat ist aufgeschlossen, die Bahntrasse bis auf Weiteres als Radweg zu nutzen. Bürgermeister Hans-Rudi Bührle stellt auch fest: Das Land solle die Straße richten, die von Göppingen heraufführt. Nach Bührles Kenntnis rangiert der Abschnitt nach Bezgenriet auf Platz 71 einer Prioritätenliste, der nach Aichelberg auf Platz 35. Jürgen Schäfer


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