Weilheim und Umgebung

Holzmadener Bätscherfest fällt Corona zum Opfer

Feiern Wegen der Pandemie sagt die Gemeinde ihre traditionsreiche Hocketse im Ortskern ab.

Auf ihre Bätscher müssen die Holzmadener dieses Jahr verzichten. Foto: pr

Holzmaden. Leckere Bätscher wird es in diesem Jahr in Holzmaden nur daheim geben. Angesichts der aktuellen Corona-Lage im Kreis Esslingen will die Gemeinde kein Risiko eingehen und hat das traditionsreiche Bätscherfest aus dem Veranstaltungskalender gestrichen. Auch wenn es erst in drei Monaten, am 10. und 11. Juli stattfinden soll, halten es alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte für sinnvoll, jetzt schon die Feier abzusagen. „Leider“ findet Gemeinderat Rainer Stephan, aber auch er bestätigt die Entscheidung. Schließlich müsste man wegen Schankgenehmigungen und für die Gastronomie schon jetzt verbindlich planen können – und das ist aktuell nicht möglich. „Da gibt es keine Option, wir stehen in der Verantwortung für die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner“, bestätigt Jochen Wagner (HBL). 

Das Bätscherfest ist eine Besonderheit, weil es nur alle drei Jahre stattfindet. Ob es im kommenden Jahr nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Da voraussichtlich der TSV Jesingen zur selben Zeit den Teckboten-Pokal ausrichtet, schlägt Rainer Stephan 2023 vor, um eine Kollision zu vermeiden. Aber bis dahin wird sowieso noch einiges an Wasser durch den Seebach fließen.

Häckselplatz gesucht

Sicher ist trotz Corona-Krise, dass die Obstbäume in diesem Jahr wieder Schnittgut liefern werden und die Gemeinde Holzmaden in Kooperation mit dem Landkreis das Häckselgut energetisch verwertet. Seit 2012 stellt sie daher einen Häckselplatz zur Verfügung, der allerdings „gewandert“ ist, weil der Besitzer gewechselt hat oder der Unterboden nicht für das schwere Gerät geeignet war und zu viel Nachbearbeitung erforderte. 

Der Favorit in den vergangenen Jahren war ein Grundstück im Gewann Wasen zwischen Hochbehälter und Schützenhaus. Dort lagert allerdings derzeit die Firma Leonhard Weiss Baumaterialien für die letzte Phase des Breitbandausbaus, als Notlösung  ist daher der Sammelplatz hinter der Gemeindehalle genutzt worden. 

Da die Gemeinde weiterhin an der energetischen Schnittgutverwertung des Landkreises teilnehmen will – das hat der Gemeinderat jetzt noch einmal bestätigt – braucht sie dauerhaft einen Standort für den Häcksler. Der Platz in der Nähe des Schützenhauses wird es wohl werden, strittig ist aber noch, wie der Boden befestigt wird. Welche Kombination aus Schotter, Fleece oder sonstigen Befestigungen, die momentan ohnehin schon von der Baufirma genutzt werden, wollen die Gemeinderäte noch herausbekommen. Hierzu wurde die Abstimmung vertagt. Thomas Zapp

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