Weilheim und Umgebung

Im Herbst startet die Online-Zulassung

Kfz-Innung Experten informieren bei der Hauptversammlung in Weilheim über den aktuellen Stand in Sachen Elektromobilität und über die dritte Stufe des Online-Zulassungsverfahrens. Von Cornelia Wahl

Die Elektromobilität war ein zentraler Punkt bei der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung.Foto: Markus Brändli
Die Elektromobilität war ein zentraler Punkt bei der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung.Foto: Markus Brändli

Die Elektromobilität nimmt allmählich an Fahrt auf und beschäftigt zunehmend auch die Kfz-Betriebe. Bei der Hauptversammlung der Kfz-Innung Nürtingen-Kirchheim in der Weilheimer Limburghalle gab Wolfgang Mayer, Leiter der technischen Dienste bei den Stadtwerken Nürtingen, den Betrieben deshalb Tipps, wie bei der Elektromobilität Stolpersteine vermieden werden können.

Derzeit stünden für etwa 200 000 Elektro-Autos in Deutschland rund 14 000 Ladesäulen zur Verfügung. Wie viele es genau sind, vermag der Experte jedoch nicht zu sagen. Während Schnellladestationen schon immer der Bundesnetzagentur gemeldet werden müssen, trifft dies für Normalladestationen erst seit März 2016 zu. Normalladestationen werden mit Wechselstrom betrieben. Die Ladedauer erstreckt sich hier über einige Stunden. Mit den mit Gleichstrom betriebenen Schnellladesäulen lässt sich je nach Ausführung das Elektromobil in bis zu einer Stunde aufladen.

Zudem erläuterte Mayer, dass es bei den Steckertypen keine Vereinheitlichung gibt. „Schnellladesäulen haben meist für alle drei gebräuchlichen Stecker Anschlussmöglichkeiten.“ Wer ein Elektroauto kaufe, müsse zudem bedenken, ob der Hausanschluss dem Ladevorgang gewachsen sei. „Dazu ist es ratsam, mit einem Elektriker zu sprechen“, so Mayers Tipp. Zu bedenken sei außerdem, ob das Elektromobil über die haushaltsübliche Steckdose oder über eine sogenannte Wallbox Strom tanken soll. Gegebenenfalls müsse der Elektrofachmann Anpassungen vornehmen. Eine Wallbox habe den Vorteil, dass sie eine Schutzeinrichtung hat und bei Auffälligkeiten den Ladevorgang automatisch abbricht. Auch das Anbringen der Ladevorrichtung nicht nur in Wohnanlagen will bedacht sein, da der Ort des Ladeanschlusses bei den Automodellen variiere. Des Weiteren gab er einen kurzen Überblick, welche Rechtsgebiete Ladesäulenbetreiber zu beachten haben.

Nicht weniger interessant waren die Ausführungen von Stefan Bayer. Der Sachgebietsleiter der Kfz-Zulassungsbehörde Esslingen informierte über die dritte Stufe der Internetzulassungen, die „wahrscheinlich im Oktober oder November 2019 in Kraft tritt“. Dann wird es für Privatpersonen möglich sein, online Neuzulassungen, Adressänderungen, Umschreibungen und alle Arten der Wiederzulassungen vorzunehmen.

Neu ist, dass nun auch der zweite Teil der Zulassungsbescheinigung einen grün-silbernen Aufkleber mit Sicherheitscode haben muss. Durch Abziehen einer Schutzfolie wird dieser sichtbar und das Dokument ungültig. Es muss dann von der Zulassungsbehörde neu ausgestellt werden. Nach der elektronischen Übermittlung der Daten erhält der Anwender die neuen Zulassungsbescheinigungen per Post. Bei der Umschreibung noch zugelassener Gebrauchtfahrzeuge kann der Erwerber das bisherige Kennzeichen aus einem anderen Zulassungsbezirk beibehalten. Bei Fahrzeugen mit Kennzeichenwechsel werden zusammen mit den Zulassungsbescheinigungen auch die Zulassungsplaketten per Post versandt.

Nach 40 Jahren ist Schluss

Dieter Angelmaier gab bei Mitgliederversammlung der Kfz-Innung seinen Rückzug bekannt. Nach 40 Jahren Ehrenamt wolle er den Zeitpunkt selbst bestimmen, wann er seine Ämter niederlege, sagte er.

Von 1979 bis 2019 war Dieter Angelmaier (Foto) Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss, dessen Vorsitz er von 1999 bis 2019 innehatte. In diesen 20 Jahren war er außerdem Mitglied im Meisterprüfungsausschuss.

Als Vorstandsmitglied war Angelmaier für die Kfz-Innung Nürtingen-Kirchheim von 1993 bis 2019 in verschiedenen Positionen aktiv. Im Auftrag der Handwerkskammer Region Stuttgart übereichte ihm Obermeister Karl Boßler die Ehrennadel in Silber. Zu seinem Nachfolger im Vorstand der Kfz-Innung wurde einstimmig Gerhard Angelmaier gewählt.cw

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