Weilheim und Umgebung

In Bissingen ist Dampf im Kessel

Ortsentwicklung Im Rahmen der Ortskernsanierung III konnte in der Seegemeinde bereits vieles erreicht werden.

Ortsvorstellung Bissingen_Rathaus und Kirche
Rathaus und Kirche in Bissingen. Foto: Jörg Bächle

Bissingen. Von einem „Erfolgsprojekt“ spricht Bürgermeister Marcel Musolf, wenn es um die Ortskernsanierung III in Bissingen geht. Diese läuft seit sechs Jahren und dauert formal noch bis Ende 2020, wobei der Bürgermeister auf eine Verlängerung bis 2023 hofft - „denn wir haben noch viele Projekte vor“. Musolf und Hans-Joachim Reglin von der „Stadtentwicklung GmbH“ aus Stuttgart informierten jüngst im Gemeinderat über das bereits Erreichte und gaben einen Ausblick auf die kommenden Jahre.

Bislang seien zahlreiche öffentliche und private Projekte realisiert worden, sagte der Bissinger Rathauschef. „Die Erfolge sind sichtbar. Wir haben schon vieles erreicht.“ Auch private Grundstückseigentümer hätten die Chance genutzt und mithilfe von Fördermitteln ihre Gebäude auf den neuesten Stand gebracht. „Wenn man sieht, wie viele junge Familien alten Wohnraum im Ortskern modernisieren oder ältere Gebäude abreißen und neu bauen, dann trägt unsere Strategie Früchte“, freute er sich.

Sinn und Zweck sei, ein attraktives Wohnumfeld zu schaffen, was unter anderem mit der Sanierung des Kelterareals und der Alten Schule bereits gelungen sei. Teilbereiche der Vorderen Straße sollen noch aufgewertet werden. In den kommenden Jahren ist außerdem der erste Bauabschnitt der Straßenraumgestaltung Teckstraße vorgesehen, ebenso die Modernisierung des gemeindeeigenen Gebäudes Hintere Straße 39 und des Alten Rathauses (hier zumindest die Fassadensanierung). Außerdem soll die städtebauliche Entwicklung im Bereich Vordere Straße 51/53 folgen: Hier sollen barrierefreie Wohneinheiten mit Hausarztversorgung und Apotheke entstehen. „Wir hoffen zudem, dass weitere private Eigentümer Modernisierungen oder Abbrüche und Neubauten realisieren“, ergänzte Reglin und lobte gleichzeitig die Gemeinde Bissingen: „Es gibt andere Gemeinden, in denen es trotz besserer Bedingungen nicht so gut läuft. In Bissingen will man was erreichen. Hier ist Dampf im Kessel.“

Insgesamt fördert das Land die Ortskernsanierung III mit 1,5 Millionen Euro; die Gemeinde Bissingen übernimmt ebenfalls etwa weitere 1,5 Millionen Euro, wobei in diesem Betrag Einnahmen aus Grundstücksgeschäften in Höhe von rund 450 000 Euro enthalten sind. Aktuell stehen noch etwa 645 000 Euro zur Verfügung. Ob man weitere Mittel beantragen müsse, werde sich zeigen, sagte Hans-Joachim Reglin und betonte: Das „Wohlwollen des Regierungspräsidiums und des Wirtschaftsministeriums“ sei vorhanden. „Das ist die beste Voraussetzung für den restlichen Teil der Sanierung.“ Heike Siegemund

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