Weilheim und Umgebung

In Weilheim sind es künftig vier

Bürgerinitiative in Weilheim organisiert neue Wählervereinigung „Bürgerdemokratische Fraktion“

In Weilheim wird bei der nächsten Gemeinderatswahl eine neue Wählervereinigung antreten: der Verein „Bürgerdemokratische Fraktion“ Weilheim.

Weilheim. Die Bürgerschaft in Weilheim wird bei den nächsten Gemeinderatswahlen eine Alternative zu den bislang drei bestehenden Wählervereinigungen haben. Die Bürgerinitiative Weilheim hat hierzu den Verein „Bürgerdemokratische Fraktion“ Weilheim an der Teck – kurz BDF – gegründet, der von einem dreiköpfigen Vorstand geleitet wird.

Anzeige

Die BDF wird künftig mit einer eigenen Liste an den Gemeinderatswahlen teilnehmen. Daneben will die BDF die in der Gemeindeordnung verbrieften Rechte der Einwohner auf Unterrichtung und förmliche Anhörung zu wichtigen Planungen und Vorhaben stärken und gegebenenfalls auch bei Einwohneranträgen, Einwohnerversammlungen und Bürgerbegehren initiativ mitwirken.

Ihre Legitimation dazu sieht die BDF derzeit in den rund zweitausend Unterschriften, mit denen die Bürgerinitiative Limburghalle im Frühjahr unterstützt wurde, und in den fast dreitausend Nein-Stimmen beim Bürgerentscheid am 10. Juli, mit denen 69 Prozent der Beteiligten sich gegen die von Bürgermeister und Gemeinderat nahezu geschlossen propagierte Kombihalle im Städtle ausgesprochen haben.

Nach dem aktuellen Programm der BDF – „so sehen WIR die Dinge“ – sollte die Weichenstellung für die nächsten kommunalen Vorhaben wie folgt aussehen: Vorgreiflich ist die Frage, ob die Limburggrundschule langfristig an ihrem jetzigen Standort bleiben soll. Diese Entscheidung hat erste Priorität. Die Meinungen in der Einwohnerschaft gehen hierzu auseinander. „Nur bei einer positiven Bestätigung des jetzigen Standorts kann sinnvollerweise eine neue Schulturnhalle neben der Lindach gebaut werden, deren Lage in einem Bebauungsplan festzusetzen wäre“, so die Ansicht von BDF. Gegebenenfalls sollte dann aus Sicht des Vereins gleichzeitig untersucht werden, ob in Kombination mit einer solchen Normturnhalle auch ein Lehrschwimmbecken vorgesehen werden kann, was dem BDF funktionell und wirtschaftlich erscheint. Erst danach käme dann eine Sanierung des Freibads in Betracht. Dementsprechend wäre schließlich die weitere Hallendiskussion zunächst einmal aufzuschieben. „Die Limburghalle kann mit einigen Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen noch auf mindestens zehn Jahre hinaus betrieben werden“, ist die BDF überzeugt. Für solche Maßnahmen seien derzeit schon 500 000 Euro im städtischen Haushalt zurückgelegt. Ob und gegebenenfalls wie die Limburghalle am Helfersberg dann ersetzt werden soll, werde erst in der nächsten oder übernächsten Amtsperiode des Weilheimer Gemeinderats zu diskutieren sein.

Der Vorstand der Bürgerdemokratischen Fraktion Weilheim beabsichtigt, interessierte Bürger im Herbst zu einer Informationsveranstaltung in die Bertold-Stube der Limburghalle einzuladen. pm