Weilheim und Umgebung

Italienischer Salat in gesungener Form

Jahreshauptversammlung der Liederlust Ohmden lockt mit tollem Kürteil viele Zuschauer an

Die Jahreshauptversammlungen der Liederlust bestehen seit Jahren nicht nur aus einem Pflicht-, sondern auch aus einem Kürteil. Letzterer sorgte sicherlich dafür, dass die Gaststätte Wiestalstuben fast bis auf den letzten Platz besetzt war.

Ohmden. Nachdem der Vorsitzende Steffen Bühler die ersten Regularien abgearbeitet hatte, konnte er sich mit Genugtuung dem Jahresrückblick zuwenden. 2015 war für die Liederlust in jeder Hinsicht ein gutes Jahr. Der Höhepunkt war sicher die Rückkehr in den angestammten Probenraum in der Gemeindehalle. Endlich ist die Ausrüstung des Chores wieder gut sortiert und jederzeit verfügbar. Es gab etliche erfolgreiche Konzerte. Das Benefizkonzert in Bad Boll erbrachte hier einen Rekordspendenerlös zugunsten des Fördervereins für krebskranke Kinder Tübingen.

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Besonders stolz ist die Liederlust auf ihre „Männersache“, die beim Carl-Friedrich-Zelter-Chorwettbewerb im Oktober ausgezeichnet wurde und zusätzlich den Sonderpreis der Stadt Göppingen erhielt. Die Zahl der Mitglieder blieb weitgehend unverändert, doch das Ziel der Vorstandschaft ist klar gesetzt: Zurück im großen Probenraum kann wieder verstärkt um neue Sängerinnen und Sänger geworben werden.

Nach der Vereinsrückschau folgte die musikalische Rückschau des Chorleiters Paul Theis. Als Leitfaden seines Rückblicks hatte er ein Lieblingsstück des Chores „Insalata Italiana“, eine Parodie auf eine Opernszene von Richard Genée, gewählt.

Für ihn stand das vergangene Jahr überwiegend unter dem Motto „soave ed amabile“ (zart und lieblich). Verantwortlich dafür ist unter anderem das harmonische Miteinander von Chor und Chorleiter. Er lobte die gute Arbeit der Vorstandschaft und erinnerte da­ran, dass er der Ansprechpartner für musikalische Fragen und Wünsche ist. Das diene auch der Entlastung des Vorstands. Theis erarbeitete eine Wunschliste für das aktuelle Chorjahr: Weniger „sostenuto“ (gehalten) und noch experimentierfreudiger in Richtung „furioso“ (wild) soll der Chor sein. Repertoirepflege sei wichtig, aber nur ein kleiner Teil der Chorarbeit. Die Chortage Ende Mai in Stuttgart könnten Inspiration für neue Wege geben, die man gemeinsam gehen könnte.

Der Kassier Benedikt Havers erläuterte die aufgelisteten Zahlenreihen und erklärte nachvollziehbar die höheren Ausgaben im vergangen Abrechnungsjahr. Durch die Rückkehr in die alten Räumlichkeiten in der Gemeindehalle wurden einige Ersatzbeschaffungen fällig, da Klavierhocker und Notenschränke dem Brand zum Opfer gefallen waren. Dafür wurde nun auf Rücklagen zurückgegriffen.

Zwar sorgen immer Gesangseinlagen zur Auflockerung des Abends, aber der Höhepunkt ist jedes Jahr der Multimedia-Rückblick der Schriftführerin Andrea Haußmann. Bei manchen Szenen blieb vor Lachen kein Auge trocken. Eine meisterhafte Küreinlage.

Einen extra Dank für besonderes Engagement erhielten: Walter Haug, Theresia und Eduard Hildebrandt, Ehrentraud Gölz, Christian Dieterich, Birgit Hepperle und das Vorstandsteam. Im Anschluss daran wurden die Chormitglieder geehrt, die nur sehr selten gefehlt hatten. Zwei Chormitglieder, Lore und Walter Haug, hatten es sogar geschafft, nicht eine Chorstunde zu versäumen. Nach der Entlastung der Vorstandschaft folgten die Wahlen. Es gab nur geringfügige Änderungen. Der Platz des Ersten Vorsitzenden ist weiterhin vakant und wird kommissarisch wie schon im letzten Jahr vom Zweiten Vorsitzenden Steffen Bühler übernommen. Daniela Maier und Karen Gundelsweiler tauschen ihre Aufgabenbereiche. Ab sofort übernimmt Karen Gundelsweiler den Posten der stellvertretenden Zweiten Vorsitzenden und Daniela Maier den der Beisitzerin.pl