Weilheim und Umgebung

Jeder Baum zählt für die Gemeinde

Natur Noch gut zehn Jahre bis zum ersten Weihnachtsbaum: Neidlingen hat in einer Pflanz-Aktion 175 Tannen gesetzt.

Neidlingen. Wiesensteig war das Vorbild: Schon seit Jahrzehnten ist diese Gemeinde beim Weihnachtsbaum und Maibaum Selbstversorger. Also begann auch der Neidlinger Gemeinderat mit der Pflanzung von gemeindeeigenen Bäumen. Nun wurde diese Aktion im dritten Jahr durchgeführt, statt 100 pflanzten die Gemeinderäte in Teamarbeit diesmal sogar 175 Bäume. Im Wald oberhalb des Ortes hatte der Neidlinger Bauhof alles bestens vorbereitet, zum Schutz vor Wildverbiss einen Zaun aufgestellt und für die gerade Ausrichtung der Baumreihen über dem Boden Schnüre gezogen. Gepflanzt wurden Nordmanntannen. „Die Tanne ist ein Tiefwurzler“, sagte Gemeinderat Thomas Maier, von Beruf Förster. „Sie übersteht Trockenheit besser als die Fichte.“ Auch ihre Nadeln seien durch eine Art Wachsschicht besser vor Verdunstung geschützt. Dafür sei der Aufwand beim Pflanzen durch die tiefen Wurzeln etwas höher.

Den Bäumen aus beiden Pflanz-Aktionen der Vorjahre gehe es weiterhin gut, sagte Thomas Maier. Bis die Gemeinde einen ersten kleinen Weihnachtsbaum fällen könne, werde es aber circa noch zehn bis 15 Jahre dauern. „Nach dem Pflanzschock durch den Umzug braucht der Baum zwei bis drei Jahre, bis wieder Feinwurzeln gewachsen sind. Dann aber folgt ein Jahrestrieb von einem halben Meter.“ pd


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