Weilheim und Umgebung

DIE SPIELEEXPERTIN EMPFIEHLT: Nova Luna

Jeder Zug will gut überlegt sein

Foto: tan
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Spieletipp Tolle Optik, einfache Regeln und viel Tiefgang - das und mehr bietet „Nova Luna“. Zentral an dem gelungenen und schön illustrierten Familienspiel ist eine Monduhr, an die elf Plättchen gelegt werden. Diese Plättchen haben eine Farbe, eine Zahl und meist auch ein bis drei Aufgabenkreise, die durch das Anlegen weiterer Plättchen erfüllt werden können. Das Ziel der Spieler ist es, aus den aktuell zur Verfügung liegenden Plättchen eine so clevere Auswahl zu treffen, dass damit ein geschicktes Anlegen gelingt und man im Idealfall eine oder gleich mehrere Aufgaben erfüllen kann. Erfüllte Aufgabenkreise werden nämlich mit einer kleinen Scheibe abgedeckt - und wer zuerst keine Scheiben mehr hat, gewinnt. Extravagant an „Nova Luna“ ist die Zugreihenfolge. Wer ein Plättchen nimmt, muss mit seinem Stein auf der Zählleiste der Monduhr entsprechend der Zahl auf dem Plättchen Felder vorziehen. Interessant daran ist, dass wertvolle Plättchen vergleichsweise höhere Zahlen aufgedruckt haben als weniger wertvolle. Der Knackpunkt besteht darin: Um zu ermitteln, wer als nächstes dran ist, schaut man auf den letzten Stein der Leiste. Sind die Mitspieler weit nach vorn geprescht und geht der auf der Zählleiste hinten liegende Spieler nur kleine Schritte weiter, kann er gleich mehrmals hintereinander Plättchen nehmen. Fazit: „Nova Luna“ ist sehr taktisch und spannend; jeder Zug will gut überlegt sein. Das Spiel ist für den Preis „Spiel des Jahres 2020“ nominiert. Text und Foto: tan

Nova Luna von Corné van Moorsel und Uwe Rosenberg ist erschienen bei Edition Spielwiese/Pegasus Spiele. Es eignet sich für ein bis vier Spieler ab acht Jahren. Die Spieldauer beträgt etwa 30 Minuten.


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