Weilheim und Umgebung

Käthchen vollbringt starke Leistung

Käthchen zeigt eine starke Leistung: Die sogenannte Tunnelvortriebsmaschine hat beim Bau des Boßlertunnels in der vergangenen Woche die Tausend-Meter-Marke erreicht.

Weilheim. Die DB Projekt Stuttgart–Ulm kommt nach eigenen Aussagen beim Bau des Tunnels, dem mit 8 806 Meter längsten Tunnel der Neubaustrecke von Wendlingen bis Ulm, wie geplant voran. In der Oströhre, in der später das Streckengleis von Ulm in Richtung Stuttgart liegt, ist der erste Kilometer geschafft. Projektleiter Matthias Breidenstein freut sich: „Wir hatten ab Mitte April als Käthchen losfuhr, etwa zwei Monate einkalkuliert, in denen sich die Mineure an den Berg und die Maschine eingewöhnen müssen. Dass wir nach etwas mehr als zwei Monaten schon mit der Maschine an der Tausend-Meter-Marke stehen, hatten wir so nicht unbedingt erwartet. Kompliment an alle Beteiligten.“

Das 11,39 Meter durchmessende Schneidrad, angetrieben von knapp 6 200 PS, fräst sich kontinuierlich in den Berg und bewegt die rund 2 480 Tonnen schwere und 110 Meter lange Tunnelvortriebsmaschine vorwärts, bergauf in Richtung des Zugangsstollens im Umpfental bei Gruibingen. „Wir haben die Maschine zwischenzeitlich so justiert, dass sie ihr Leistungspotenzial voll abrufen kann. 500  Meter Tunnelvortrieb wollen wir im Schnitt pro Monat schaffen“, so Breidenstein.

Die Tausend-Meter-Marke liegt – vom Startpunkt am Portal Aichelberg betrachtet – kurz hinter der Wildbrücke, die nördlich vom Tunnel gelegen bei Aichelberg die Autobahn A 8 quert.tb

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