Weilheim und Umgebung

Kameras fliegen über Bissingen

Marketing Für die Gemeinde Bissingen hat der junge Filmemacher Moritz Steegmaier einen Imagefilm gedreht. Damit sollen Touristen, Neubürger und Geschäftsleute angelockt werden. Von Heike Siegemund

In Vorbereitung auf das 1¿250-jährige Jubiläum hat der Bissinger Filmemacher Moritz Steegmaier der Gemeinde ein Denkmal in beweg
In Vorbereitung auf das 1¿250-jährige Jubiläum hat der Bissinger Filmemacher Moritz Steegmaier der Gemeinde ein Denkmal in bewegten Bildern gesetzt.Fotomontage: Carsten Riedl

Für kurze Zeit zum Kinosaal umfunktioniert wurde der Sitzungssaal im Bissinger Rathaus am Dienstagabend: Das Licht ging aus, und der neue Imagefilm der Gemeinde flimmerte über eine Leinwand. Gebannt verfolgten die Gemeinderäte zahlreiche Szenen aus Bissingen und dem Teilort Ochsenwang in insgesamt zwei Minuten und 18 Sekunden.

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Über dem Film steht der Slogan „Bissingen an der Teck - attraktiv für alle“. Unter den Stichworten „Gemeinsam wachsen“, „Gemeinsam lernen“ und „Gemeinsam Kultur erleben“ sind spielende und lernende Kinder des Kindergartens und der Schule sowie die Ortsbücherei zu sehen. Die Nachbarschaftshilfe ist unter „Gemeinsam helfen“ abgebildet. Das Vereinsleben und die Freiwillige Feuerwehr werden vorgestellt, ebenso das Gewerbe im Ort. Außerdem zeigt der Film Szenen von Festen mit Musikern und feiernden Menschen sowie ortsprägende Gebäude wie die Marienkirche oder das Eduard-Mörike-Museum. Und freilich darf auch die herrliche Landschaft rund um Bissingen mit See, Breitenstein und Obstbaumblüte sowie Wanderern, Radfahrern, Fußball- und Volleyballspielern nicht fehlen. Insgesamt ist es ein Film mit viel Dynamik und Pepp, in dem alles Schlag auf Schlag geht und der mit passender Musik unterlegt wurde.

Die Gemeinderäte applaudierten, als der Film zu Ende war und das Licht wieder anging. Anwesend war auch der 24-jährige Moritz Steegmaier, der für das Projekt verantwortlich zeichnet. Der junge Mann, der in Bissingen aufwuchs, an der technischen Uni in Dortmund eine Ausbildung zum Mediengestalter in Bild und Ton absolvierte und jetzt als freiberuflicher Filmemacher tätig ist, berichtete von der Entstehung des Imagefilms. Insgesamt zwölf Drehtage waren notwendig, um die Szenen einzufangen. Über 85 Personen sind in dem Film zu sehen, drei Musiktitel wurden verwendet. Beteiligt waren fünf Experten hinter der Kamera. Auch drei unterschiedliche Kamera-Drohnen kamen zum Einsatz, wie die zahlreichen Luftaufnahmen zeigen. „Das komplette Projekt umfasst eine Speicherkapazität von 2,7 Terabyte“, verriet der Filmemacher und sorgte damit für Staunen bei den Gemeinderäten.

Gemeinsam mit Bürgermeister Marcel Musolf und weiteren Beteiligten im Rathaus hatte Moritz Steegmaier aus siebeneinhalb Stunden Filmmaterial die prägnantesten Szenen ausgewählt. „Es war eine große Herausforderung, die Vielseitigkeit von Bissingen mit dem Teilort Ochsenwang auf zwei Minuten und 18 Sekunden zu komprimieren“, sagte der Bürgermeister. Ein erlebnis- und arbeitsreicher Prozess liege hinter den Beteiligten. „So was passiert nicht im Schweinsgalopp“, sagte Musolf. Doch die Mühe habe sich gelohnt: Der Film zeige kurz und knapp die Vorzüge der Gemeinde, gebe einen Einblick und vermittle die wichtigsten Botschaften. Zielgruppe seien zum Beispiel Ausflügler und Touristen, aber auch potenzielle Neubürger oder Gewerbetreibende, die sich in Bissingen ansiedeln möchten.

Das Projekt habe man auch mit Blick auf das 1 250-jährige Jubiläum der Seegemeinde im Jahr 2019 in die Wege geleitet. „Wir haben uns dazu entschlossen, auf dem Weg dorthin das eine oder andere Highlight zu setzen“, sagte Musolf. Es wäre nicht infrage gekommen, eine große Werbeagentur damit zu beauftragen, ergänzte der Rathauschef gegenüber dem Teckboten. Für den jungen Moritz Steegmaier ist der Film über seinen Heimatort „ein Herzensprojekt“, wie er selbst sagt. Deshalb entspricht das Honorar auch nicht den Konditionen am Markt. Der Film kostete die Gemeinde laut Musolf einen niedrigen vierstelligen Betrag.

Info: Der Imagefilm ist zu sehen auf der Bissinger Homepage unter www.bissingen-teck.de