Weilheim und Umgebung

Kein Weg zurück für den Pflegeverein

Gesundheit Jahrelang hat der Krankenpflegeverein Ohmden-Holzmaden auf Eis gelegen. Jetzt wurde er endgültig aufgelöst.

Holzmaden. Seit Jahren ist die endgültige Auflösung des Krankenpflegevereins Ohmden-Holzmaden in den jeweiligen Gemeinden ein großes Thema - jetzt ist das Aus des Vereins in der Holzmadener Gemeinderatssitzung einstimmig beschlossen worden. Der restliche Gemeindeanteil in Höhe von 2 022 Euro wird dem „Sozialen Netz Raum Weilheim“ überlassen.

Der Krankenpflegeverein wurde im Jahr 1976 gegründet, um eine Krankenschwester für die beiden Gemeinden zu beschäftigen. Gegen Gebühr konnten Mitglieder damals die Leistungen der Schwester in Anspruch nehmen. Nachdem es aber gegen Ende des Jahrtausends keine Schwester mehr gab, reichte der Krankenpflegeverein die Mitgliedsbeiträge an die Diakoniestation Teck weiter. Im Jahr 2007 trat der Verein zusätzlich dem Sozialen Netz bei, da dieses die Beratungsaufgabe im Sinne des Vereinszweckes übernommen hatte.

Zum Jahresbeginn 2013 kündigte die Diakoniestation die Vereinbarung über die Finanzierung. Damit entfiel auch die Geschäftsgrundlage des Vereins, weshalb Mitglieder keine persönlichen Vorteile mehr hatten. Eine Auflösung war jedoch auch nicht möglich, da weniger als die gemäß der Satzung erforderlichen 75 Prozent der Mitglieder zur Mitgliederversammlung erschienen waren. „Viele waren einfach zu alt und konnten deshalb nicht kommen, sonst hätte man das alles schon früher geklärt“, schilderte Holzmadens Bürgermeisterin Susanne Irion.

Übergangsweise hatte der Vorstand deshalb beschlossen, den Mitgliedsbeitrag auf null zu setzen und keine weiteren Mitglieder mehr aufzunehmen. Im Juli dieses Jahres wurde bei einer Satzungsänderung beschlossen, das Quorum für eine Vereinsauflösung zu senken. Somit konnte der Beschluss gefasst werden, den Verein endgültig aufzulösen. Der Gemeinde Holzmaden stand das Entscheidungsrecht zu, was mit dem Anteil in Höhe von 2 022 Euro geschehen soll.

Diese Summe wurde nun dem Sozialen Netz in Weilheim überlassen. „Das Soziale Netz erfüllt am ehesten den Vereinszweck und erfüllt die Beratung und Pflege vieler Holzmadener“, erklärte Irion. Auch Gemeinderat Rainer Stephan pflichtete ihr bei: „Das ist die einzige Lösung. Es gab keine andere Alternative.“Max Carlo Pradler

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