Weilheim und Umgebung

Keine Baustelle, sondern Schutz

Freibad In Weilheim trennt ein Bauzaun das Planschbecken vom Nichtschwimmerbereich. Er soll Kleinkinder schützen.

Der Bauzaun. Foto: Markus Brändli
Der Bauzaun. Foto: Markus Brändli

Weilheim. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob im Weilheimer Freibad schon gebaut würde: Seit Saisonbeginn steht mitten im Nichtschwimmerbecken eine Baustellen-Absperrung. Die hat allerdings nichts mit der Freibadsanierung zu tun - zumindest nicht unmittelbar. Aufgebaut wurde sie, weil es in den vergangenen Jahren gleich mehrfach zu gefährlichen und kritischen Situationen mit Kleinkindern gekommen war. Über 15 Fälle sind bekannt, bei denen Kinder unter zwei Jahren vom Planschbecken ins tiefere Wasser des Nichtschwimmerbeckens mit Rutsche geraten waren. Oft waren die Eltern selbst schnell genug gewesen, um ihren Nachwuchs zu retten, mehrere Male musste auch ein Schwimmmeister eingreifen.

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Freibad wird ohnehin saniert

Dass dort nun eine nicht gerade attraktive Baustellen-Absperrung steht, hat tatsächlich mit der künftigen Sanierung des Bads zu tun. „Ursprünglich war eine Glasabtrennung mit Stahlpfosten geplant gewesen“, sagt Weilheims Stadtbaumeister Jens Hofmann. Die wäre attraktiver als die jetzige Lösung gewesen, hätte allerdings 16 000 Euro gekostet. Weil das Bad ab Herbst 2018 ohnehin komplett saniert und umgebaut wird, entschieden Stadtverwaltung und Gemeinderat, dass diese Summe für ein Provisorium zu hoch ist. „Die Interims-Absperrung hat lediglich Kosten in Höhe von rund 1 700 Euro verursacht und kann später an anderer Stelle weiterverwendet werden“, so Hofmann. Seinen Zweck erfüllt das Provisorium allemal: „Es bietet die notwendige Sicherheit. Das wurde uns auch von den Schwimmmeistern bestätigt“, betont der Stadtbaumeister.

Was die Sanierung des Freibads angeht, hat die Stadt schon einen vorläufigen Zeitplan erstellt. Der Gemeinderat hat ein auf Schwimmbäder spezialisiertes Fachbüro beauftragt, Pläne für den Umbau zu erstellen. „Bis Herbst dieses Jahres werden die Vorentwürfe vorliegen“, sagt Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle. Anregungen des Fördervereins Freibadfreunde Weilheim hat das Büro bereits bekommen. In die weiteren Planungen werden neben dem Förderverein auch die DLRG und die Bürger einbezogen. Geplanter Baubeginn ist im Herbst 2018, das Bauende ist für 2019 vorgesehen - sofern alles so läuft wie gedacht. Insgesamt rechnet die Stadt bei der Freibadsanierung mit Kosten von 2,8 Millionen Euro. Bianca Lütz-Holoch