Weilheim und Umgebung

Knapper Vorsprung für Rathauschef Eisele

Wahl Martin Eisele will Gräben zuschütten. Marcel Straub ist vom Ergebnis enttäuscht.

Aichelbergs Bürgermeister Martin Eisele mit seiner Frau. Archiv-Foto: Tilman Ehrcke
Aichelbergs Bürgermeister Martin Eisele mit seiner Frau. Foto: Tilman Ehrcke

Aichelberg. Eine Überraschung lag durchaus in der Luft. Aber sie blieb aus. Martin Eisele hat am Sonntag den Chefsessel im Aichelberger Rathaus verteidigt, wenn auch mit gewissen Blessuren. Denn immerhin 43 Prozent oder 288 Wähler wollten seinen Konkurrenten Marcel Straub als neuen Bürgermeister sehen. Auf Eisele entfielen 56,7 Prozent oder 380 Stimmen. Der Urnengang hatte 672 von 1073 Wahlberechtigten mobilisiert, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 62,6 Prozent.

Für den 58-jährigen Amtsinhaber war es das knappe Ergebnis, das er erwartet habe. „Marcel Straub war ein sehr starker Herausforderer“, erklärte der überglückliche Wahlsieger. Sein Konkurrent sei im Ort verwurzelt und habe einen sehr engagierten Wahlkampf betrieben, erklärt sich ­Eisele die hohe Stimmenzahl des 27-Jährigen.

Der unterlegene Kandidat hielt mit seiner Enttäuschung nicht hinter dem Berg: „Ich respektiere dieses Statement der Bürger, aber ich bedauere den Ort Aichelberg für diese Entscheidung“, sagte Straub und kündigte an: „Ich werde genau hinschauen, ob Herr Eisele seine Wahlversprechen auch einhält.“ Er selbst habe eine große Unzufriedenheit mit der Arbeit des amtierenden Rathauschefs ausgemacht, die auch Motivation für seine Bewerbung gewesen sei. „Norma­ler­weise bewirbt sich niemand gegen einen Amtsinhaber“, betonte Straub, der Hauptamtsleiter der 4 300-Einwohner-Gemeinde Riederich ist. Eine erneute Kandidatur in acht Jahren komme für ihn aber definitiv nicht in Frage, betont er.

Eine große Unzufriedenheit mit seiner bisherigen Arbeit habe er nicht verspürt, erklärt Martin ­Eisele, für den nun seine dritte Amtszeit beginnt. Im Wahlkampf sei stark polarisiert worden, es habe zwei Lager gegeben. Ihm sei wichtig, die im Ort entstandenen Gräben wieder zuzuschütten, erklärte Eisele.Karin Tutas

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