Weilheim und Umgebung

Kraft tanken für das Gartenfinale

Tipps Heide-Marie und Heinz Bauer aus Holzmaden halten ihren Garten auch im Herbst in Schuss.

Foto: Cornelia Wahl
Foto: Cornelia Wahl

Holzmaden. Ein klein wenig herrscht Flaute im Garten von Heide-Marie und Heinz Bauer - und das, obwohl sie eigentlich alle Hände voll zu tun haben. Der September ist bei den Bauers der Monat, in dem sie nach dem vielen Schaffen für die Sommerpracht im Garten Kraft tanken fürs Gartenfinale der restlichen Monate im Jahr.

Die Witterung hat den Pflanzen teils zugesetzt, für welke Blüten gesorgt und an manchen Stellen das Unkraut sprießen lassen. „Derzeit wächst alles so schnell“, sagt Heide-Marie Bauer und erzählt, dass sie den Lavendel immer wieder nachschneidet. Für Heinz Bauer steht unterdessen das Nachschneiden der Bambushecke an. Doch immer wieder verhindert der Regen die nötigen Gartenarbeiten.

Die vielen Rosen, die Heide-Marie Bauer im August gekauft hat, haben mittlerweile alle ihr Plätzchen gefunden. Außerdem sammelt die Gartenliebhaberin die Samen der Sommerblumen im Garten, um sie später aussäen zu können. Aber auch Einkaufen steht für die beiden an. Für die Farbenpracht im Frühjahr macht sich die Gartenliebhaberin auf und kauft Blumenzwiebeln. An einer Stelle, wo ein Rhododendron sich nicht wohlfühlt, soll bald ein Hartriegel eingepflanzt werden.

An einer anderen Stelle im Garten sind die Trauben an den Reben reif zum Ernten. Sie wachsen unter dem Blauregen. Normalerweise presst Heinz Bauer die Früchte zu Saft. In diesem Jahr ist es anders. Weil der Frost im Frühjahr den Reben zugesetzt hat, reicht die Menge dazu nicht aus. Es stehen noch viele Arbeiten aus. So möchte die Gartenliebhaberin den Rhabarber vermehren. Außerdem hat sie sich vorgenommen, Kräuter wie Zitronenmelisse, Rosmarin, Salbei und das Kraut der Unsterblichkeit zu trocknen, um in der kalten Jahreszeit Nutzen davon zu haben.

Rosen für den Frost wappnen

Als Vorboten des Herbstes legt sich das Laub auf Rasen und Beete. Das heruntergefallene Laub wird beim Rasenmähen mitentsorgt. Liegt es zu lange, fault es, was den Rasen schwächt und ihn für Pilzkrankheiten anfällig macht. Um die Rosen besser gegen Frost zu wappnen, will Heide-Marie Bauer sie einem Kaliumdünger einsetzen.

Darüber hinaus möchte Heide-Marie Bauer den Garten herbstlich dekorieren: „Dazu überlege ich mir, Kürbisse zu kaufen und auszuhöhlen, um dann Blumen hineinzugeben“, erzählt die Pflanzenliebhaberin. Cornelia Wahl

Den Garten auf das Frühjahr vorbereiten

1 Im Herbst sollten die Rosen mit Kalium gedüngt werden. Dazu gibt es im Handel Kaliumdünger, sogenannten Patentkali. Das Kalium fördert die Verholzung der Triebe und lagert sich in den Pflanzenzellen ein. Das setzt den Gefrierpunkt herab und macht die Rosentriebe besser gegen Frost verträglich.

2 Damit es im Frühjahr früh blüht, können noch in der kalten Jahreszeit Blumenzwiebeln gesteckt werden. Diese sollten doppelt so tief, wie sie hoch sind, in den Boden gepflanzt werden. Bei nässeempfindlichen Pflanzen wie Tulpen streut man am besten groben Bausand ins Pflanzenloch.

3 Außerdem sollte daran gedacht werden, die Nistkästen und Vogelhäuschen zu säubern und im Herbst rauszustellen.cw

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